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Porträts von vier Sportlern.
Legende: Erlebten hochemotionale Momente im zu Ende gehenden Jahr Von links oben im Uhrzeigersinn: Lisa Berger, Silvan Dillier, Denise Feierabend und Erich Fankhauser. SRF
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Plötzlich im Rampenlicht «Schmerzen gehen vorbei – Ruhm und Ehre bleiben für immer»

Im «sportpanorama» haben vier Sportler, denen gewöhnlich nicht die grossen Schlagzeilen gehören, von ihrem Highlight im 2018 erzählt.

Lisa Berger (25), Triathlon

Als Weltnummer 163 rutschte Lisa Berger im Sommer aus heiterem Himmel ins EM-Aufgebot von Swiss Triathlon nach. In Glasgow holte sie im Relay-Wettkampf zusammen mit dem Team (in der Besetzung Andrea Salvisberg, Nicola Spirig und Sylvain Fridelance) EM-Silber. Sie erinnert sich:

Am Vorabend war ich sehr nervös. Denn für mich war es eine einmalige Chance, in einem so kompetitiven Team an den Start gehen zu können. Im Rennen hiess es dann für mich von Anfang an Vollgas geben.
Legende: Video Lisa Berger: Plötzlich Europa-Vizemeisterin abspielen. Laufzeit 03:04 Minuten.
Aus sportpanorama vom 23.12.2018.

Silvan Dillier (28), Rad Strasse

In der «Hölle des Norden» spurtet Silvan Dillier am Hinterrad von Peter Sagan auf Rang 2 im Klassiker von Paris-Roubaix. Nach dem wilden Ritt über die Kopfsteinpflaster haben seine Hände voller Blasen noch Tage später gebrannt. Er erinnert sich:

Es war zwar kein Sieg. Aber dieser 2. Rang – auf dieser Plattform und in diesem Stil – hatte alles Bisherige in meiner Karriere übertroffen. Die Schmerzen gehen vorbei, doch Ruhm und Ehre bleiben für immer.
Legende: Video Silvan Dillier: Im Sog von Peter Sagan unerwarteter Zweiter abspielen. Laufzeit 02:56 Minuten.
Aus sportpanorama vom 23.12.2018.

Denise Feierabend (29), Ski alpin

Nach ihrer erfolgreichsten Saison überhaupt verabschiedete sich die Nidwaldnerin vom Skirennsport. Mittlerweile steckt sie in der Ausbildung zur Primarlehrerin und sagt: «Ich haben einen riesen Wandel durchgemacht. Alles war neu für mich. Ich kam gehörig auf die Welt, denn ich wusste nicht mehr wie man lernt.»

Sie erinnert sich nochmal an den Schlusspunkt, den Olympiasieg in Pyeongchang für die Schweiz im Teamwettbewerb:

Für mich war das die Krönung. Etwas, auf das man am längsten hingearbeitet hat. Und dann durfte ich diese Riesenfreude noch mit meinen Teamkollegen teilen.
Legende: Video Denise Feierabend: Olympiasiegerin als Schlusspunkt abspielen. Laufzeit 03:04 Minuten.
Aus sportpanorama vom 23.12.2018.

Erich Fankhauser (28), Schwingen

Vorgenommen hat er sich einen Kranz – geworden ist es für Erich Fankhauser beim Saison-Höhepunkt der Sieg am Brünigschwinget. Hoch emotional ging es für den Innerschweizer weiter: 4 Tage später ist er Vater einer Tochter geworden.

Fankhauser erbte den Tagessieg dank einem gestellten Schlussgang, an dem auch Teamkollege Joel Wicki teilnahm. Er erinnert sich:

Zusammen mit meinen Brüdern habe ich weit vorne den Schlussgang verfolgt. Anfänglich war mir das Szenario, dass ich als Sieger nachrutschen könnte, gar nicht bewusst. So ist dann der Gang länger und länger geworden. In der Schlussphase zwinkerte mir Joel mit den Augen zu, da stieg mein Puls gehörig.
Legende: Video Erich Fankhauser: Als Zuschauer zum Sieger geworden abspielen. Laufzeit 03:03 Minuten.
Aus sportpanorama vom 23.12.2018.

Sendebezug: SRF zwei, «sportpanorama», 23.12.2018 18:30 Uhr

4 Kommentare

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  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Vielen Dank!! ich hoffe, auch im neuen Jahr bei Ihnen immer wieder dazuzulernen (nicht ironisch gemeint!). Mein Problem war: ich war bei diesem event dabei und habe die Verwirrung: wer gewinnt jetzt eigentlich warum doch noch mitbekommen. Deshalb meine Fehleinschätzung. In diesem Fall wäre es wohl besser gewesen, wenn ich am TV geschaut hätte. - Exgüsi! und Merci!
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  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Super Auswahl! Besonders die ersten drei! Vielen Dank für alle, die sich auch so abrackern, auch wenn es dann (noch) nicht ganz nach oben reicht. - Was oben auch immer heissen mag!
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    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Wieso bitte, Frau Meili, ist für Sie die Auswahl des vierten Sportlers, Fankhauser, weniger wert? Offenbar haben Sie den Sinn des Berichts nicht verstanden. Es geht nämlich nicht um einen Award oder eine Rangliste oder so. Und wenn man wollte, könnte man vielleicht auch bei den anderen drei Ausgewählten das eine oder andere Haar in der Suppe finden. Darum geht es aber nicht. Alle vier repräsentieren auf unterschiedliche Weise tolle Aspekte des Leistungssports. Ich ziehe den Hut vor allen vier!
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    2. Antwort von Adrian Arnold  (Adi Arnold)
      Gutes Statement - auch wenn ich nicht ganz nachvollziehen kann, warum die Auswahl von Erich Fankhauser schlechter sein sollte. Ich nehme nicht an, dass Sie denken beim Schwingen wäre seine Leistung einfach zu erreichen gewesen?
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