Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Für die WM-Quali-Spiele Touon: Mit einem Wechselbad der Gefühle zurück im Kreis der Nati

Enttäuschung im Klub, Überraschung in der Nati: Ella Touon erlebt ein regelrechtes Auf und Ab.

22 Jahre lang hielt sich die SGS Essen in der Frauen-Bundesliga. Im Mai ist nun der letzte reine Frauenfussball-Klub in Deutschland abgestiegen. Mittendrin: Ella Touon. Die Abwehspielerin kehrte in der Winterpause leihweise vom 1. FC Köln zu jenem Verein zurück, bei dem sie 2020 ihr Bundesliga‑Debüt gegeben hatte. Und sie erlebte ein regelrechtes Wechselbad der Gefühle.

Da war einerseits die Freude, «nach Hause» zu kommen. Sportlich war es hingegen ein stetes Auf und Ab. Im Cup stiess Essen bis in den Halbfinal vor, wo gegen den späteren Double‑Gewinner Bayern München Endstation war. In der Meisterschaft folgte dagegen die grosse Enttäuschung: Am letzten Spieltag besiegelte ein 1:1 gegen Freiburg den Abstieg. «Essen hat eine besondere emotionale Bedeutung für mich. Es waren schwierige Wochen», sagt Touon im Interview mit SRF.

TV-Hinweis

Box aufklappen Box zuklappen

Verfolgen Sie das WM-Quali-Spiel zwischen der Schweiz und Malta am Freitag ab 19:10 Uhr live auf SRF zwei. Anpfiff ist um 19:30 Uhr.

Nach dem enttäuschenden Saisonende gab es für die 22‑Jährige jedoch wieder Grund zur Freude: Touon wurde von Nati‑Coach Rafel Navarro für die WM‑Qualifikationsspiele in Lugano gegen Malta (5. Juni) sowie auswärts gegen Nordirland (9. Juni) aufgeboten. Damit gehört sie erstmals seit Ende 2023 wieder zum Kreis des Nationalteams.

Ich habe mir sogar überlegt, noch die Weisheitszähne zu ziehen – zum Glück habe ich das nicht gemacht.

«Ich wusste schon, dass ich gut gespielt hatte. Aber wenn man wenig gewinnt und am Ende absteigt, ist es schwieriger, aufzufallen. Deshalb kam das Aufgebot doch überraschend», sagt Touon. «Ich habe mir sogar überlegt, noch die Weisheitszähne zu ziehen – zum Glück habe ich das nicht gemacht», fügt sie lachend an.

Touons Nati‑Karriere war mit dem Wechsel von Essen zu St. Pölten im Sommer 2023 ins Stocken geraten: «Ich wusste, dass ich damit etwas aus dem Bundesliga‑Rampenlicht verschwinde. Ich habe diesen Schritt aber bewusst gemacht, weil ich viel Spielpraxis sammeln wollte. Mir war klar, dass die Liga weniger im Fokus steht. Umso wichtiger war es für mich, wieder in die Bundesliga zurückzukehren.»

WM-Qualifikation

srf.ch/sport & SRF Sport App, Livestream, 26.03.2026, 11:00 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel