Ausgangslage
Der schon lange als Quali-Sieger feststehende HC Davos erfuhr seinen Viertelfinal-Gegner erst am Mittwochabend. Es kommt wie schon im vergangenen Jahr zum Duell mit dem Quali-Achten EV Zug, der sich in der ersten Play-In-Runde gegen die Rapperswil-Jona Lakers (7.) durchsetzte. Da die Rosenstädter den Sprung in die Playoffs im 2. Anlauf gegen Bern doch noch schafften, müssen die Zentralschweizer gegen den nominell stärksten Gegner antreten.
Spieldaten der Best-of-7-Serie
- Spiel 1: Freitag, 20. März in Davos (20:00 Uhr)
- Spiel 2: Sonntag, 22. März in Zug (20:00 Uhr)
- Spiel 3: Dienstag, 24. März in Davos (20:00 Uhr)
- Spiel 4: Donnerstag, 26. März in Zug (20:00 Uhr)
- ev. Spiel 5: Samstag, 28. März in Davos; Spiel 6: Montag, 30. März in Zug; Spiel 7: Mittwoch, 1. April in Davos
HC Davos
- Die Bündner spielten eine fast von A bis Z dominante Quali. Der HCD lancierte die Saison mit 9 Siegen de suite – und egalisierte damit den Startrekord von Genf-Servette aus der Saison 2012/13. Am Ende resultierten in 52 Partien 39 Siege und nur 8 Niederlagen nach 60 Minuten. Mit 117 Punkten verpasste das Team von Josh Holden den Rekord des EV Zug (2020/21) um 2 Zähler.
- Trainer Holden ist ein gutes Stichwort. In den inzwischen fast 3 Saisons unter dem Kanadier, der als Spieler einen Grossteil seiner Karriere in Zug verbracht hatte, konnte sich der HCD stetig steigern. Als sechstplatziertes Quali-Team scheiterten die Bündner 2024 im Playoff-Viertelfinal an Lausanne. Im letzten Jahr stieg man als Fünfter in die entscheidende Phase und schied im Halbfinal gegen die ZSC Lions aus. Nun soll als überzeugender Quali-Sieger erstmals der Vorstoss in den Final gelingen.
- HCD – EVZ gab es im Playoff-Viertelfinal schon in der letzten Saison. In einer hitzigen Serie schafften die Bündner den «Sweep» – sie setzten sich mit 4:0 durch und sorgten für ein abruptes Ende der Dan-Tangnes-Ära in Zug.
- Davos erzielte in der Quali bemerkenswerte 191 Tore und damit 19 mehr als Gottéron auf Platz 2. Wenig überraschend stellte man mit dem im Sommer scheidenden Matej Stransky auch den besten Torschützen der Liga (28). In der Plus-Minus-Statistik sind auf den ersten acht Plätzen zudem nur HCD-Akteure zu finden.
EV Zug
- Der EV Zug blickt auf eine verkorkste Saison zurück. Als Achter schlossen die Zentralschweizer die Quali so weit hinten ab wie seit 2013/14 nicht mehr, als sie als Neunte die Playoffs zuletzt verpasst hatten. Via Play-In führte das Team von Benoît Groulx die längste «Postseason»-Serie weiter – zum 11. Mal in Serie ist Zug in den Playoffs. Das Team mit der zweitlängsten Serie sind die ZSC Lions, die sich zum 6. Mal in Folge qualifizierten.
- Nach der Entlassung von Michael Liniger als Trainer konnte auch Groulx das Ziel einer Top-6-Rangierung nicht mehr erreichen. Zum Ende der Regular Season setzte es für Zug drei Niederlagen in Serie ab. Als es in den Play-Ins erstmals so richtig zählte, war der EVZ aber bereit und setzte sich mit dem Gesamtskore von 6:4 souverän gegen die Lakers durch.
- Mit 16 Niederlagen in 26 Partien offenbarte sich bei Zug in dieser Saison eine Auswärtsschwäche. Die beiden Gastspiele in Davos gingen jeweils deutlich verloren. Auch vor heimischem Publikum belegte der EVZ, zwar mit 13 Siegen, nur den 9. Platz.
Die bisherigen Saison-Duelle
3:1 Siege bzw. 9:3 Punkte für den HC Davos
- 23.09.2025: EV Zug – HC Davos 3:4 n.P.
- 16.11.2025: HC Davos – EV Zug 5:1
- 23.12.2025: EV Zug – HC Davos 3:2 n.P.
- 27.01.2026: HC Davos – EV Zug 4:1