- Fribourg-Gottéron holt zum ersten Mal den Schweizer Meistertitel im Eishockey!
- Lucas Wallmark schiesst die «Drachen» in der Verlängerung der «Belle» gegen den HC Davos zum 3:2-Sieg.
- In der regulären Spielzeit hatte Freiburg noch einen 2:0-Vorsprung verspielt.
Eine fast 90-jährige Leidenszeit hat für Fribourg-Gottéron ein Ende. Der Klub, der schon vier Playoff-Finals verloren hatte, schlug in der «Belle» gegen Davos endlich zu. Die Gäste siegten mit 3:2 nach Verlängerung und entschieden die enge Best-of-seven-Serie mit 4:3 für sich.
Zum Freiburger Meisterhelden avancierte Lucas Wallmark. Der Schwede, der sein letztes Spiel für die Saanestädter bestritt, traf in der sechsten Minute der Verlängerung in Überzahl per Onetimer. Davos' Calle Andersson sass auf der Strafbank, weil er die Scheibe zuvor aus der eigenen Zone über das Plexiglas bugsiert hatte.
Freiburg legt vor
Freiburg hatte im alles entscheidenden Spiel um den Titel stark losgelegt. Julien Sprunger holte in der 3. Minute eine Strafe heraus, nur 20 Sekunden später landete die Scheibe zum ersten Mal im Davoser Tor. Henrik Borgström nutzte den vielen Verkehr vor Sandro Aeschlimann aus und traf mit einem satten Handgelenkschuss auf der Höhe der blauen Linie.
Ein Grossteil der mitgereisten Freiburger Fans hatte dieses Tor verpasst. Aufgrund von Stau bei der Anreise sahen die Fans auch den zweiten Treffer der Gäste nur auf ihren mobilen Endgeräten. Beim 2:0 durch Youngster Jamiro Reber (14.) brillierte Vorbereiter Patrik Nemeth. Mit einem No-Look-Pass durch die eigenen Beine hinter dem Tor lancierte der Schwede seinen Mitspieler sehenswert. Aus nächster Nähe hatte Reber keine Mühe, Aeschlimann ein zweites Mal zu bezwingen.
Das Tor fiel mitten in eine Davoser Druckphase, doch das Gegentor brachte die Bündner nicht aus dem Konzept. In der 16. Minute traf Nico Gross nur den Pfosten, kurz darauf war der Anschlusstreffer Tatsache. Nach Assist von Lukas Frick verkürzte Klas Dahlbeck auf 1:2 (17.).
Zadina gleicht aus
Im Mitteldrittel fielen keine weiteren Tore. Bei numerischer Gleichheit war es vor allem der HCD, der näher am nächsten Treffer war. Gottéron liess wie so oft in diesen Playoffs die Effizienz im Powerplay vermissen. Drei Überzahlsituationen liessen die «Drachen» im zweiten Abschnitt ungenutzt verstreichen. Dank Reto Berra hatte die knappe Führung aber auch nach 40 Minuten Bestand.
Im dritten Drittel war der Davoser Ausgleich dann aber nur noch eine Frage der Zeit. Angriffswelle um Angriffswelle rollte im Schlussabschnitt auf Berra zu. Beim Knaller von Filip Zadina war dann aber auch der Freiburger Schlussmann machtlos. Zwei Sekunden vor Ablauf des Powerplays traf der Tscheche zum umjubelten 2:2 (49.).
Kessler und Bertschy verpassen Lucky Punch
Viel hatte nicht gefehlt und Davos hätte den Sack in der regulären Spielzeit zugemacht. In der 58. Minute scheiterte Tino Kessler jedoch an der Latte. Rund eine Minute vor der Sirene benötigte auch Aeschlimann das Glück des Tüchtigen. Beim «Buebetrickli»-Versuch von Christoph Bertschy blockierte der HCD-Schlussmann die Scheibe mit viel Fortune unter seinem Körper.
Beim Knaller von Wallmark war Aeschlimann machtlos. Im Übrigen hatte zu jenem Zeitpunkt auch der Freiburger Anhang den Weg in die Davoser Eishalle gefunden. Das wohl wichtigste Tor der Klubgeschichte bejubelten nicht nur die Fans auf der Tribüne, sondern auch diejenigen im und vor dem eigenen Stadion in Freiburg.