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SRF-Experte Christian Weber: «Vielleicht müsste Zug mal in Rückstand geraten ...»
Aus Sport-Clip vom 24.04.2022.
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3. EVZ-Pleite in der Rückschau Ein Spiel auf Augenhöhe mit dem logischen Ende

Zug steht nach der dritten Niederlage gegen die Lions mit dem Rücken zur Wand. Die Parallelen zu den vorherigen Spielen sind frappant.

Die Drehbuchautoren des Playoff-Finals scheinen bisher jegliche Kreativität vermissen zu lassen. Wie ein roter Faden ziehen sich drei Faktoren durch die Finalserie:

  1. Zug geht in Führung.
  2. Die ZSC Lions drehen im Schlussdrittel auf.
  3. Kurz vor Schluss erzielen die Löwen den Siegtreffer.

Dabei hatte Zug-Trainer Dan Tangnes in Spiel 3 mit der Hereinnahme von Carl Klingberg den vermeintlichen Schlüssel gefunden, um das ZSC-Bollwerk zu knacken. Der Schwede, der seinen Landsmann Anton Lander vertrat, war ein steter Unruheherd vor Keeper Jakub Kovar und holte insgesamt sechs Strafminuten heraus. Eine davon führte im Startdrittel immerhin zum einzigen Zuger Treffer des Abends.

Weil es dem Heimteam aber einmal mehr an Effizienz und dem nötigen Abschlussglück fehlte, kam es wie es kommen musste. Die Zürcher Paradelinie um Denis Malgin und Sven Andrighetto schlug im Schlussdrittel erneut zu und versetzte die Mehrheit der 7200 Fans in der ausverkauften Bossard-Arena in Schockstarre. Halten sich die Akteure auch am Montag im Hallenstadion an das bisherige Drehbuch, ist der 10. Meistertitel der Lions perfekt.

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Der Zürcher Doppelschlag von Noreau und Malgin
Aus Sport-Clip vom 23.04.2022.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 13 Sekunden.

Mannschaften auf Augenhöhe

Im Lager der Zentralschweizer machte sich nach der dritten Niederlage im dritten Spiel Ratlosigkeit breit. «Es ist extrem bitter, wir brechen immer am Schluss zusammen», so EVZ-Verteidiger Nico Gross, der beim Treffer zum 1:2 Torschütze Malgin aus den Augen verloren hatte. Tatsächlich ist es augenfällig, wie die Kräfte der Zentralschweizer immer gegen Ende der Partie zu schwinden scheinen. «Wir müssen schauen, dass wir die Konstanz über 60 Minuten halten können.»

Mit Blick auf das abrupte Ende des Finals übte sich Teamkollege Klingberg in Zweckoptimismus: «In einer Serie muss man vier Spiele gewinnen. Der letzte Sieg ist immer der schwierigste.»

Dass die Finalserie bereits nach vier Spielen zu Ende gehen könnte, kommt für SRF-Experte Christian Weber unerwartet: «Beide Mannschaften sind auf Augenhöhe, es sind Nuancen, die entscheiden. Das 3:0 ist für mich sehr überraschend.» Weber hat einen unkonventionellen Vorschlag, wie die Serie aus Zentralschweizer Optik noch gedreht werden könnte. «Vielleicht müsste Zug mal in Rückstand geraten, um ein Spiel zu gewinnen.»

SRF zwei, sportlive, 24.04.2022, 19:40 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von peter schlachter  (mister x)
    Bei Zug sehe ich im Moment viele Parallelen zu unserer Nationalmannschaft.
    Spielerisch absolut überzeugend aber vor dem Tor fehlt das letzte letzte Quentchen.
    Der ZSC hingegen spielerisch mit Zug auf Augenhöhe, aber cleverer, kaltblütiger und mit diesem letzten Quentchen.
    Für mich spielt der ZSC absolut überragend und wird mit grosser Wahrscheinlichkeit verdienter Schweizermeister 2022
  • Kommentar von Mark Keller  (mkel)
    Nach 7 Spielen, die "sehr ausgeglichen" waren, die "genausogut auch anders enden könnten", in denen sich im grunde "ebenbürtige Mannschaften" "auf Augenhöhe" gegenüberstanden und in denen es eben doch mit 7:0 Siegen (!) für den ZSC ausging, könnte man vielleicht auch bei den SRF Experten allmählich mal anerkennen, dass da vielleicht doch noch mehr dahinter steckt. Ob Rückstand oder nicht, der ZSC ist die vollen 60min mit dem Kopf im Spiel, was man von Zug zB überhaupt nicht behaupten kann.
  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Meiner Meinung nach ist das Ganze noch nicht gelaufen. Vielleicht ist jetzt bei Zug definitiv angekommen, dass diese letzte play-off-Runde kein Selbstläufer ist. ZSC musste schon früher viel mehr kämpfen, war zwischenzeitlich auch schlecht, spielte ab und zu mit dem Rücken zur Wand.
    Jedenfalls wünschte ein Teil von mir (etwas contre coeur), dass dieses Playoff noch etwas weitergehen könnte? Oder aber: ich habe zu viele freundschaftliche Beziehungen zur Innerschweiz; sie heissen nicht Gisler;)
    1. Antwort von Hugo Almeida  (Hugo Almeida)
      Dieser Kommentar ist stark, besonders wegen dem nervigen Gisler der nur provoziert wo es nur geht :-)
      Geht mir in etwa gleich. Bin ZSC-Fan, würde mir aber doch insgeheim eine Belle wünschen (natürlich dann mit dem ZSC als Sieger).