Die Ausgangslage
In den Playoffs kann bekanntlich alles passieren. Und doch ist es eine ganze Weile her, seit ein Underdog den Final erreicht hat. 2021 stand mit Genf zuletzt ein Team ausserhalb der Top 4 in der Qualifikation in der finalen Serie. Diese ging gegen Quali-Sieger Zug dann verloren. In drei der letzten vier Saisons hiess es im Final zudem jeweils Erster gegen Zweiter. So auch in diesem Jahr. Mit Davos und Fribourg-Gottéron stehen sich die zwei deutlich erfolgreichsten Mannschaften der Regular Season gegenüber.
Die Daten
- 18. April: Spiel 1 in Davos (20 Uhr)
- 20. April: Spiel 2 in Freiburg (20 Uhr)
- 22. April: Spiel 3 in Davos (20 Uhr)
- 24. April: Spiel 4 in Freiburg (20 Uhr)
- 26. April: ev. Spiel 5 in Davos (20 Uhr)
- 28. April: ev. Spiel 6 in Freiburg (20 Uhr)
- 30. April: ev. Spiel 7 in Davos (20 Uhr)
HC Davos
- Als Quali-Sieger kann der HCD eine allfällige «Finalissima» vor heimischem Publikum austragen. Das ist angesichts der Heimstärke der Bündner in dieser Saison ein grosser Vorteil. In der Regular Season gingen nur drei Heimspiele verloren, in den Playoffs konnte das Team von Josh Holden sämtliche sechs Partien in Davos gewinnen.
- Hext Goalie Sandro Aeschlimann weiter wie bisher, dürfte Freiburgs Offensive einen schweren Stand haben. Der 31-Jährige wehrte in den Playoffs 93,36 Prozent der Schüsse ab. Zudem verhinderte Aeschlimann 6,91 mehr Tore, als er basierend auf der Schussqualität (Expected Goals) hätte kassieren sollte – ein unglaublicher Wert.
- Der Faktor Brendan Lemieux könnte sich in dieser Serie als entscheidend entpuppen. Der in der letzten Saison oft kritisierte US-Kanadier avancierte in diesen Playoffs zu einem Unterschiedsspieler für Davos. Alle sechs Spiele, in denen Lemieux den Vorzug gegenüber Adam Tambellini erhielt, konnten die Bündner gewinnen.
- Davos spielt nach elf Jahren wieder um den Meistertitel. In den letzten vier Final-Serien holte der HCD immer auch den Pokal (2007, 2009, 2011, 2015). Letztmals unterlag er 2006 in einem Playoff-Final, als Lugano zuletzt Meister wurde.
Fribourg-Gottéron
- Die Saanestädter stehen zum fünften Mal in der Geschichte im Playoff-Final. In den bisherigen vier Versuchen hat es nicht geklappt mit dem ersehnten Schweizer Meistertitel. Letztmals unterlagen die «Drachen» 2013 in sechs Spielen dem SC Bern.
- Für den verletzten Schweizer Topskorer Sandro Schmid springt bei Gottéron bisher Christoph Bertschy in die Bresche. Und das auf eindrückliche Art und Weise: Mit sechs Toren und vier Assists ist der 32-Jährige aktuell bester Punktesammler in der Postseason.
- In den Playoffs hat Freiburg bisher einen Steigerungslauf hingelegt. Das Team von Roger Rönnberg musste gegen die Rapperswil-Jona Lakers zunächst nämlich gehörig um den Halbfinal-Einzug zittern. 0:2 und 1:3 lag Gottéron im Viertelfinal zurück, ehe man sich in der «Belle» in der Verlängerung doch noch durchsetzte. Gegen Genf-Servette kamen die Freiburger weniger ins Schwitzen. 4:1 lautete am Ende das deutliche Verdikt in der Serie.
- Mit Reto Berra kann auch Fribourg-Gottéron auf einen starken Goalie zählen. Mit einer Fangquote von 91,78 Prozent ist er hinter Aeschlimann und ZSC-Schlussmann Simon Hrubec drittbester Torhüter der Playoffs. Auch bei den 2,18 verhinderten Toren im Vergleich zur Erwartung weist der 39-Jährige einen starken Wert auf.
Die bisherigen Saisonduelle
2:2 Siege bzw. 6:6 Punkte
- 4.10.2025: Davos vs. Gottéron 4:2
- 14.11.2025: Gottéron vs. Davos 5:3
- 7.12.2025: Gottéron vs. Davos 4:0
- 30.12.2025: Gottéron vs. Davos 1:3 (Spengler-Cup-Halbfinal)
- 1.2.2026: Davos vs. Gottéron 5:2