- Die Lakers überraschen zum Auftakt der Playoff-Viertelfinals und siegen 5:2 beim Quali-Zweiten Freiburg.
- Gottéron zeigt eine enttäuschende Leistung, bei den Gästen brilliert Goalie Melvin Nyffeler.
- In den Schlusssekunden hagelt es Strafen – total sammeln sich sechs Restausschlüsse und 218 (!) Strafminuten an.
- Im anderen Viertelfinal-Duell vom Freitag kommt Quali-Sieger Davos in extremis zu einem 4:3-Erfolg gegen Zug.
Zwischen Freiburg und den Lakers bleibt es dabei: In der Saison 2025/26 gewinnt immer das Auswärtsteam. Hatte in den vier Quali-Duellen am Ende jeweils der Gast gejubelt, war dies zum Auftakt der Playoff-Viertelfinals nicht anders. Die Lakers, welche die Playoffs erst über zwei Play-In-Runden erreicht hatten, feierten in der Saanestadt sogleich einen 5:2-Erfolg.
Matchwinner für die St. Galler war Goalie Melvin Nyffeler mit 29 abgewehrten Schüssen. Der 31-Jährige zeigte eine Hand voll erstklassiger Paraden und brachte Gottéron zur Verzweiflung. Der spektakulärste Save gelang Nyffeler in der 43. Minute, als er mit einer Kick-Parade den Shorthander von Nathan Marchon verhinderte. Wenige Sekunden später – die Freiburger Strafe war soeben abgelaufen – traf Victor Rask mit einem platzierten Schuss zum 3:0 für den Gast. Es war die Vorentscheidung.
Strafenflut in den Schlusssekunden
In der 46. Minute erhöhte Malte Strömwall nach einem Kabinettstückchen gar auf 4:0. Das war zu viel für Freiburg-Coach Roger Rönnberg. Er nahm ein Timeout, doch dieses brachte lange nichts ein. Erst als Gottéron knapp sechs Minuten vor Schluss Reto Berra durch einen 6. Feldspieler ersetzte, glückte das 1:4 durch Yannick Rathgeb (56.). Die Lakers legten indes einen Empty-Netter durch Igor Jelovac nach (60.).
Weil der Verteidiger danach eine provozierende Pose einnahm, kam es in der Folge noch zu mehreren Handgemengen und einem kurzen Boxkampf zwischen Jelovac und Patrik Nemeth. So füllten sich beide Strafbänke und es dauerte mehrere Minuten, bis weitergespielt werden konnte.
Auf das 2:5 durch Jan Dorthe 22 Sekunden vor der Sirene folgten weitere Strafen und Restausschlüsse. So kamen am Ende nicht weniger als 218 Strafminuten – 111 für Freiburg, 107 für die Lakers – zusammen.
Borgström verschiesst Penalty
Nach einem ausgeglichenen Beginn in die Partie hatte Henrik Borgström in der 12. Minute für Freiburg zum Penalty antreten dürfen. Zuvor war Jacob De la Rose bei einem Konter gefoult worden. Doch Borgström scheiterte an Nyffeler. Zwei Minuten später hiess es 0:1. Goalie Berra hatte sich von hinter der Torlinie von Gian-Marco Wetter erwischen lassen.
Das 2:0 für die Lakers fiel in der 25. Minute und war ein Shorthander. Gottéron liess sich auskontern und Sandro Zangger versenkte eine magistrale Vorlage von Jacob Larsson ohne Probleme. Es war symptomatisch, dass Freiburg in Überzahl einen Gegentreffer kassierte. Im Powerplay taten sich die Saanestädter schwer und reüssierten in elf Minuten Überzahl nicht.
Spiel 2 findet am kommenden Sonntag um 20:00 Uhr in Rapperswil-Jona statt.