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Einziger Torschütze im Spiel 4 Julian Parrée – der unerwartete Davoser Finalheld

Julian Parrée, 23-jähriger Viertlinienstürmer aus dem eigenen Nachwuchs, wird zum überraschenden Davoser Matchwinner.

Eishockeyspieler in gelbem Trikot beim Spiel.
Legende: Jubelt früh Julian Parrée. KEYSTONE/Jean-Christophe Bott

58 Einsätze hatte Julian Parrée in dieser Saison bis zum Final, dazu deren zwei mit Arosa in der Swiss League. Torausbeute: null. Nun erzielte der im niederländischen Alkmaar geborene Davoser in vier Partien des Finals gegen Fribourg-Gottéron bereits zwei, das letztlich nutzlose 2:3 im ersten Spiel zuhause und nun am Freitagabend bereits in der 5. Minute den einzigen Treffer zum 1:0, dank dem die Best-of-7-Serie nun wieder 2:2 ausgeglichen ist.

Dabei beschreibt Parrée sein Pflichtenheft so: «Wichtig ist vor allem, dass wir defensiv gut ‹verheben› und ihre Spieler müde machen», erklärt er die Aufgaben seiner vierten Linie. «Tore werden nicht in erster Linie von uns erwartet. Aber wenn wir ab und zu noch ein Törchen schiessen können, sind wir froh», fügt er gut gelaunt hinzu. Das Momentum in dieser Serie schwanke hin und her. «Es tat uns gut, schnell das erste Tor zu schiessen.»

Parrée statt Stransky oder Ryfors

Es ist diese Ausgeglichenheit und Breite, die den HC Davos in dieser Saison zum deutlich besten Team der Liga gemacht hat. Deshalb kann man auch verkraften, dass ein Leistungsträger wie Simon Ryfors, in den Viertelfinals gegen Zug noch der HCD-Topskorer, in Halbfinal und Final noch keinen Skorerpunkt aufweist und auch Captain Matej Stransky im Final bisher weder ein Tor noch einen Assist gelang. Stattdessen ist nun Parrée der Mann, der dafür verantwortlich ist, dass es auch im vierten Finalspiel einen Auswärtssieg gab.

Das ist eine Premiere, seit Einführung der Playoffs hat noch nie eine Finalserie mit vier Erfolgen der Auswärtsteams begonnen. Dies ist umso erstaunlicher, als die Davoser in der Qualifikation nur drei Heimspiele verloren und in den Playoffs bis zum Final keines.

Auswärtsserie ein Zufall?

Erklären kann sich dies keiner so recht. «Ich weiss es nicht», sagt Verteidiger Nico Gross, der mit Zug 2021 und 2022 Meister war. «Ich habe das Gefühl, es ist eher ein bisschen Zufall.» Es sei einfach extrem eng. «Es ist der Erste gegen den Zweiten, die besten zwei Teams des Jahres», so Gross. «Ein Duell auf Augenhöhe.»

Er findet denn auch, sie müssten am Sonntag nicht viel anders machen als in den ersten beiden, zweimal 2:3, einmal nach Verlängerung, verlorenen Heimspielen. Gut starten und die kleinen Details richtig machen, so wie in den beiden Auswärtsspielen. Ins gleiche Horn bläst auch Matchwinner Parrée: «Viel ändern müssen wir nicht, wir müssen einfach von Anfang an bereit sein.»

Radio SRF 1, Live-Einschaltungen, 24.04.2026, 20:00 Uhr ; 

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