- Fribourg-Gottéron gewinnt im Playoff-Final der National League das 6. Spiel zuhause mit 2:1 n.V. und gleicht in der Serie zum 3:3 aus.
- Jeremi Gerber schiesst seine Farben in der Verlängerung zum Sieg.
- Am Donnerstag kommt es damit in Davos zu einem entscheidenden 7. Spiel um den Meistertitel.
Die packende Playoff-Finalserie findet eine Fortsetzung: Davos hat den ersten Meisterpuck auswärts in Freiburg nicht nutzen können. Gottéron kann noch immer vom ersten Titel der Klubgeschichte träumen – musste aber leiden.
Erst in der Verlängerung erlöste Jeremi Gerber das Heimteam in der BCF Arena. In der 64. Minute traf der Stürmer im Nachschuss zwischen vielen Davoser Beinen hindurch zum Sieg. Die grosse Mehrheit der 9372 Zuschauer im einmal mehr ausverkauften Freiburger Eishockey-Tempel flippte komplett aus.
Knak trifft via Berras Schlittschuh
Schon in der regulären Spielzeit war Freiburg auf den Sieg zugesteuert. Simon Knak rettete Davos aber in der 57. Minute in die Overtime. Kurz nach Ablauf einer Strafe gegen Simon Seiler kam es zu einer Slapstick-Situation.
Reto Berra verlor kurz die Orientierung, Knak nutzte seine Chance und schoss den Freiburger Goalie von hinter der Grundlinie an. Via Berras Schlittschuh fand die Scheibe den Weg ins Netz.
Sprunger bringt Freiburg auf Kurs
Freiburg hatte einen guten Start in die Partie erwischt. Erstmals überhaupt in dieser Finalserie ging das Heimteam in Führung. Dies dank Julien Sprunger, der in der 8. Minute für das 1:0 im Powerplay besorgt war. Ein Klärungsversuch von Rasmus Asplund misslang, Sprunger pflückte die Scheibe aus der Luft herunter. Per Slapshot hämmerte der 40-Jährige das Spielgerät in die obere Ecke. Sandro Aeschlimann blieb keine Abwehrchance.
Der 40-jährige Sprunger tut in dieser Finalserie alles, damit seine Karriere nicht unvollendet bleibt. Nachdem er bereits in Spiel 3 in der zweiten Verlängerung zum Sieg getroffen hatte, trug er erneut Entscheidendes bei.
Berra hext
Im Mitteldrittel geriet Gottéron dann stark unter Druck. Nach einer überstandenen Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis gewann Davos deutlich Oberwasser. Die Bündner installierten sich quasi permanent im Drittel des Gegners.
Trotz langen Einsätzen hielten die Hausherren dem Ansturm aber stand – auch dank Berra, der sich mehrfach stark in Szene setzte. Insgesamt wehrte er 33 der 34 Schüsse auf sein Gehäuse ab.
So geht es weiter
Damit kommt es am Donnerstag in Davos zum vierten Mal in den letzten fünf Jahren zu einer alles entscheidenden Finalissima. Die letzten drei gewann jeweils das Heimteam. Das Momentum könnte nun aber noch einmal die Seite wechseln – Freiburg hat an diesem emotionalen Abend vielleicht mehr gewonnen als nur ein Spiel.
Prognosen sind in dieser dramatischen Finalserie mit nun schon drei Verlängerungen in sechs Partien aber sowieso meist Makulatur.