- Beim SC Bern geht eine Ära zu Ende: CEO Marc Lüthi gibt sein Amt per Ende April ab.
- Der 64-Jährige prägte den SCB während 28 Jahren.
- Lüthis Nachfolger wird Jürg Fuhrer.
Seit 1998 ist Marc Lüthi als Geschäftsführer das Gesicht und der Motor des SC Bern. Ab 2012 übernahm er zusätzlich die Funktion als Delegierter des Verwaltungsrates. Nun beendet der 64-Jährige seine Tätigkeit bei den «Mutzen». Per Ende April tritt er von all seinen Funktionen innerhalb der SCB-Gruppe zurück, wie der Klub in einer Mitteilung schreibt. Ausserdem verkauft Lüthi seine Anteile am Klub.
«Ein halber Rückzug, das geht nicht»
«Wir haben im Verwaltungsrat in letzter Zeit sehr viel und sehr intensiv darüber diskutiert, wie es mit diesem Klub weitergehen soll. Ich kam zum Schluss: Neues und Lüthi, das passt nicht zusammen. Irgendwann läuft die Zeit als Kopf dieser Organisation ab», begründete Lüthi seinen Entscheid an einer Medienkonferenz. Dass er gleich alle Zelte abbricht, ist in seinen Augen nur konsequent. «Ein halber Rückzug, das geht nicht. Das ist wie halb schwanger sein.»
Im März 2022 trat Marc Lüthi nach einem Unfall, der eine Hirnblutung zur Folge hatte, schon einmal als CEO zurück. Damals blieb er aber Präsident des Verwaltungsrates. Nachfolger als CEO wurde Raeto Raffainer. Ein Jahr später wurde diese Rochade wieder rückgängig gemacht.
In der Klubmitteilung schaut Lüthi wehmütig auf seine 28 Jahre an der Spitze des SCB zurück, in denen er bei Männer und Frauen insgesamt sieben Meistertitel und drei Cupsiege feierte. «Es war alles in allem eine ‹geile› Zeit mit vielen Hochs, aber auch immer wieder mit Tiefs. Ich möchte keinen Tag missen und werde diese Zeit immer in bester Erinnerung behalten. Es fühlt sich richtig an, den Stab weiterzugeben.»
Emmentaler Unternehmer übernimmt
Der neue CEO ist schon bekannt. Es ist der Berner Unternehmer Jürg Fuhrer, der seit 2024 Mitglied im Verwaltungsrat ist. Dort war er für die Bereiche Future, Gastronomie und Finanzen zuständig. Der 53-Jährige war bisher CEO eines Unternehmens mit 200 Mitarbeitenden im Kanton Bern. Er stammt aus dem Emmental.
«Ich freue mich sehr, die Führung des SCB zu übernehmen. Es ist eine grosse Ehre, für diesen traditionsreichen Klub arbeiten zu dürfen. Gleichzeitig habe ich grossen Respekt vor der Verantwortung», erklärte Fuhrer.