In der eishockeyverrückten Saanestadt sehnt man sich schon sehr lange nach dem ersten Meistertitel von Fribourg-Gottéron. Gelingt die Premiere ausgerechnet 2026, wäre das gar noch spezieller, als es ohnehin schon sein würde. Denn es sind die letzten Playoffs von Julien Sprunger. Die Freiburger Identifikationsfigur kündigte im Dezember an, die Karriere nach der laufenden Saison zu beenden.
Einmal Gottéron, immer Gottéron
Weit über 1000 Partien hat der inzwischen 40-jährige Sprunger für Freiburg absolviert und dabei über 800 Skorerpunkte gesammelt. Ein anderes Trikot als jenes mit dem Gottéron-Drachen hat der Flügelstürmer in der National League nie getragen.
Ich weiss, dass es ein Ende gibt. Und ich hoffe, das Ende wird so schön wie möglich.
Heuer nimmt Sprunger zum 16. Mal Anlauf, um mit den Saanestädtern den National-League-Pokal in die Höhe zu stemmen. Seinem ganz grossen Ziel am nächsten kam der Routinier bei seinen bisher 15 Playoff-Teilnahmen im Jahr 2013, als er mit Gottéron bis in den Final hatte vorstossen können. Dort erwiesen sich die Erzrivalen des SC Bern jedoch als zu stark, die Serie ging mit 2:4 verloren.
Ende so lange wie möglich hinauszögern
Als überzeugender Quali-Zweiter werden Freiburg in dieser Saison durchaus Meisterchancen eingeräumt. Für Sprunger wäre es das perfekte Ende einer grossen Karriere. Trotz seines enormen Erfahrungsschatzes verspürt der Gottéron-Captain unmittelbar vor dem Playoff-Start gegen die Rapperswil-Jona Lakers am Freitag noch immer eine gewisse Nervosität: «Man weiss nie, was passiert. Ich freue mich, dass es endlich losgeht», so Sprunger.
Dieser Tage hätten ihn aufgrund seines bevorstehenden Rücktritts extrem viele Medienanfragen erreicht, weshalb er sich fast schon gezwungenermassen mit dem Ende seiner Laufbahn beschäftigen musste. Sprunger ist überzeugt, dass er diese Gedanken zumindest vorübergehend loswird: «Sobald es wieder zur Sache geht auf dem Eis, liegt mein Fokus voll auf dem Spiel. Ich weiss, dass es ein Ende gibt. Und ich hoffe, das Ende wird so schön wie möglich.»