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Klartext nach Biels Scheitern Damien Brunner: «Es fehlt der Killerinstinkt»

Das Playoff-Aus seiner Seeländer im Spiel 7 der Viertelfinal-Serie gegen die ZSC Lions nagt hart am EHCB-Stürmer Damien Brunner.

Damien Brunner mit angestrengter Miene auf der Spielerbank.
Legende: Angesäuert Für Damien Brunner kommt das allzu frühe Saisonende einem Scheitern gleich. KEYSTONE /Marcel Bieri

Für Damien Brunner ist nach dem Ausscheiden des EHC Biel klar, dass das Duell gegen die Stadtzürcher nie hätten verloren gehen dürfen. Zum 13. Mal schon blieb den Seeländern in ihrer 16. Playoff-Serie in der höchsten Schweizer Liga das Nachsehen. Beim 1:3 am Montag im Hallenstadion ging bereits die 4. «Belle» verloren. Zwei Tage davor hatte das Team von Headcoach Antti Törmänen seinen 1. Matchpuck vor Heimpublikum nicht verwerten können (1:3).

Bei seinem ernüchternden Fazit zum abrupten Ende der kühnen Meisterträume – es hätte der vierte und erste Titel seit 1983 werden können – knüpft Damien Brunner denn auch an Match 6 an. «Wenn man anschaut, was für Chancen wir in dieser Begegnung vergeben haben, da müssen wir uns schon an den Kopf fassen», sagt der Routinier und fährt fort: «Das hat nichts damit zu tun, dass der gegnerische Goalie (Jakub Kovar) gut war. Das war einfach Eigenverschulden und darf nicht sein.»

Video
Archiv: ZSC wendet in Spiel 6 in Biel das Out in extremis ab
Aus Sport-Clip vom 02.04.2022.
abspielen. Laufzeit 4 Minuten 56 Sekunden.

2 Tore aus 27 Überzahl-Situationen: Wo blieben die Ideen?

In Brunners Augen hätte die Serie nicht einmal über 6 Partien gehen dürfen. Sein EHCB hätte die Zürcher an die Wand gefahren und entsprechend 2:0 geführt. «Wir dürfen weder Spiel 3 noch 4 verlieren. Ich weiss nicht, was wir machten. Wir hatten alles im Griff. Nun müssen wir über die Bücher.»

Das Powerplay war eine absolute Frechheit – ein riesiges Geknorze.
Autor: Damien Brunner

Die grösste Baustelle der Bieler im Viertelfinal war das Powerplay: 27 Mal durften sie in Überzahl agieren, es schauten aber nur 2 Treffer heraus. «Das Powerplay war eine absolute Frechheit. Wir agierten ideenlos, es war ein riesiges Geknorze, und es wurde nicht besser, wir trafen keine guten Entscheide», spricht Brunner Klartext.

Zwei Fragen an Brunner

Also war es ein mentales Problem, Damien Brunner? «Nein, überhaupt nicht. Wir spielten mit Energie», entgegnet die Offensivkraft. Der 36-Jährige liefert auch auf die nächste Frage eine klare Antwort, wie es denn in Zukunft gelingen möge, den letzten Schritt zu machen: «Wir müssen einfach Tore schiessen.» Er lässt aber auch nicht unerwähnt, dass es nicht geholfen hätte, kurz vor den Playoffs Joren van Pottelberghe, den Nummer-1-Keeper, zu verlieren.

Audio
Brunner ringt um Worte: «Wenn du dieses Zürich nicht schlägst, weiss ich auch nicht weiter»
00:18 min
abspielen. Laufzeit 18 Sekunden.

Abschliessend nimmt Brunner bei seiner glasklaren Analyse das Team nochmals in die Pflicht: «Es fehlt der Killerinstinkt, die mentale Bereitschaft. Es kann nicht sein, dass wir über den Puck hauen, wenn das Tor leer ist. Wenn wir es jedoch nicht fertigbringen, die Serie zu beenden, dann hat Zürich einmal mehr verdient gewonnen.»

SRF zwei, sportlive, 04.04.2022 19:40 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Gebauer  (Mäde)
    Hätte, hätte... Biel war zwar besser, man ist gut schlittschuhgefahren, aber da war zu wenig Biss. Ganz anders der ZSC. Spielt miserabel, aber fightet und versucht die fehlenden Ideen mit Kampf wettzumachen. Zudem waren die Teamleader bei den Zürchern um Klassen besser. Spielerisch hätte es Biel verdient gehabt, aber es gewinnt halt das Team, das unbedingt will, auch wenn's gar nicht läuft. Der Drache wird sich an diesem ZSC die Zähne ausbeissen. Ich erwarte das Selbe in Grün. Hopp ZSC!!
  • Kommentar von Oliver Schulthess  (raptor72)
    Nun, Biel hätte auch das 6. Spiel zuhause im Halbfinal gegen Bern gewinnen "müssen". Ebenso das 3. Spiel zuhause gegen Lugano, dass man nach 2 gewonnenen Spielen und einer 3:0 Führung hätte nach Hause bringen "müssen". Oder den Viertelfinal in der Champions Hockey League gegen das übermächtige Frölunda, wo man 3 Minuten vor Schluss mit 2 Toren führt und doch noch verliert. Hat meines Erachtens teilweise auch mit mentaler Stärke zu tun, da scheint irgendwo ein Komplex bei den Big Games zu sein.
  • Kommentar von Stefan Gisler  (GiJaBra)
    Realität und Wunsch liegen bei Biel weit auseinander, erinnert stark an den HCD, beide Teams sehen sich als mögliche Meisterkandidaten, sind es aber nicht. Wenn es darauf ankommt sind sie, auf Grund der Qualität des Kader und Goalies nur Mittelmass. Meistertraum wird weder für Biel noch Davos in den nächsten 20 Jahren Tatsache werden, obwohl ich es Biel gönnen würde, macht einiges aus seinem Budget, viel Herzblut drin.
    1. Antwort von Marco Meier  (ma.meier)
      Also bitte, Sie reden vom Rekordmeister HCD. Und wer weiss schon, was in 20 Jahren ist ;))
    2. Antwort von Marc Christen  (MC84)
      Was liegt Ihnen eigentlich an dem HCD das selbst wenn es nicht um den HCD geht, was gegen den HCD sagen müssen? Da fehlt mir echt das verständnis. Immer diese Stammtisch laberei hier. Konsentrieren Sie sich doch lieber auf die Mannschaft die sie mögen (wer das auch immer sein soll) als auf diese die Sie scheinbar nicht mögen. Und ja mal schauen wie die CH Liga in 20 Jahren aussieht. Das wissen weder Sie noch ich.
    3. Antwort von Reinhard Grunder  (Reinhard Grunder)
      Stefan Gisler, als Biel die Playoff-Serie anführte, hackten sie auf dem ZSC rum, jetzt auf Biel. Der Wunsch eines Biel Fans ist Meister zu werden, der eines Ambri Fans nicht abzusteigen. Merken sie den unterschied.