Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Liquiditätsengpass steht bevor SCL Tigers bangen um ihre Existenz

Gemäss Langnau-Präsident Peter Jakob ist die Liquidität seines Klubs nur noch bis Sommer gewährleistet.

Spieler und Fans in Langnau
Legende: Bald ausgespielt in Langnau? Die Corona-Krise trifft die SCL Tigers hart. Freshfocus

Der Liquiditätsengpass steht bevor, obwohl die SCL Tigers in den letzten Jahren gemäss Präsident Peter Jakob Gewinne erwirtschaftet haben. Zudem sei jetzt ein zinsloses Darlehen über 500’000 Franken als «Sicherheit» aufgenommen worden. «Bis im Sommer sollte das Geld reichen», so Jakob im Interview in der Berner Zeitung.

Laut Jakob fehlten dem Klub aus der letzten Saison knapp 400’000 Franken. «Im Frühling hätten die lukrativen Events im Stadion stattgefunden, da steht nun eine Null. Die Gastronomie-Abteilung liefert jährlich rund 700’000 Franken, bis im Spätsommer aber ist alles storniert.» Ein Monat ohne Publikum koste den Klub eine Million.

Keine ausländischen Investoren

In Langnau werde es keinen Investor aus dem arabischen Raum geben, auch nicht aus Russland oder China. Es werde aber auch «niemand vorbeikommen und eine Million zur Verfügung stellen». Denn es würden nicht viele daran glauben, dass die Saison im September normal beginnt.

SCL-Tigers-Präsident Peter Jakob.
Legende: SCL-Tigers-Präsident Peter Jakob. Freshfocus

Geisterspiele seien ein «Desaster». «Aber wir würden wenigstens die 1,6 Millionen aus dem TV-Vertrag erhalten, und auch für die Partner, die im TV-Bereich werben, hätten wir die Vorgaben erfüllt», sagt Jakob.

Dann sind wir mehr tot als lebendig.
Autor: Peter JakobPräsident SCL Tigers

Vorderhand gestoppt ist in Langnau der Bau des zweiten Eisfeldes inklusive Sporthotel und Ärztezentrum, den Jakob mit seinem Firmenvermögen finanziert. Die SCL Tigers seien wirklich in ihrer Existenz bedroht.

Video
Schweizer Fussball und Eishockey bangen um Existenz
Aus sportpanorama vom 03.05.2020.
abspielen

«Wenn wir erst an Weihnachten vor Publikum spielen können, dann müssen wir nicht mehr über Lohnprozente sprechen, dann wird die Schweizer Hockey-Landschaft bald anders aussehen. Dann sind wir mehr tot als lebendig.»

Franzén wohl neuer Headcoach

Den finanziellen Schreckensszenarien zum Trotz wird in Langnau an der sportlichen Zukunft gearbeitet. Demnächst dürfte Rikard Franzén vom Assistenten zum Nachfolger von Heinz Ehlers als Headcoach aufrücken, weil der frühere schwedische Top-Verteidiger bereits auf der Lohnliste steht. «Er ist ein sehr guter Kandidat», sagt Jakob.

SRF zwei, sportpanorama, 03.05.2020, 18:30 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Thierry Gasser  (TGA)
    Herr Jakob schlägt vor den Abstieg für die nächsten Jahre auszusetzen. Dies wäre der Anfang vom Ende. Bestes Beispiel dafür ist die DEL. Sobald es um nichts mehr geht kommen nur noch die Saisonkartenbesitzer ins Stadion und das reicht für einen Club nicht.
    Das beste für die Teams am Ende der Tabelle wäre es den alten Playout Modus wieder einzuführen. Den damit würde wieder Spannung herrschen in den Playouts. Zudem die NLA auf 14 Teams aufstocken und einen direkten Auf- und Absteiger einführen.
  • Kommentar von Franco Caroselli  (FrancoCaroselli)
    Der Fussball ohne Welt kann nicht leben. Eine Welt ohne Fussball schon. Seit nicht Fussball gespielt wird ist es jedes Wochenende ruhig. Keine Hooligans, Schlägereien, Fanmarsch, keine Securitys die warten müssen bis es eskaliert. Ruhig über ruhig die letzten 7 Wochen auch auf den Zügen ohne Fans und Bahnhöfen ohne Böller. Ich vermisse den Fussball nicht, ehrlich gesagt. Auch in Europa nicht. Ruhig und friedlich von Porto über Paris bis Belgrad, von Kopenhagen über Eindhoven bis Instanbul.
    1. Antwort von Daniel Hüppin  (Daniel Hüppin)
      @Franco Caroselli: Ich frage mich, wieso Sie diesen Kommentar ausgerechnet bei einem Artikel bringen, bei dem es absolut nicht um Fussball geht. Ob Sie Fussball vermissen oder nicht, spielt keine Rolle, wenn es eigentlich um Eishockey geht. Ist es schon soweit, dass Sie diese beiden Sportarten nicht mehr auseinanderhalten können?
  • Kommentar von Markus Schaub  (Markus Schaub)
    Sollten nur Geisterspiele möglich sein oder die neue Saison ganz ausfallen müssen, wäre das der Tod des Profisportes in unserem -und wahrscheinlich auch in den meisten anderen- Land/Ländern. Ein Spengler-Cup, welcher nicht oder nur ohne Publikum stattfinden könnte, wäre wohl auch das Ende des HCDs. Es würde also nicht NUR dem SCL so ergehen. Es würde auch Teams von anderen Sportarten treffen, z.B. im Fussball. Damit wären dann auch horrende Gagen für sogenannte Stars vom Tisch.