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Lugano & Zug im Hintertreffen Wenn Effizienz und Urvertrauen fehlen

Trotz 2 starken Auftritten liegen Lugano und Zug in ihren Playoff-Serien 0:2 zurück. Und dürften sich entsprechend ärgern.

Eishockeyspieler in blauen Trikots auf der Bank.
Legende: Lange Gesichter beim EVZ nach der Niederlage zuhause gegen Davos. Keystone/Urs Flueeler

Manchmal entscheiden Zentimeter über den Ausgang einer Partie. So setzte Luganos Quali-Topskorer Luca Fazzini in Viertelfinal-Spiel 1 gegen die ZSC Lions einen Penalty an die Lattenunterkante, der Puck blieb auf der Linie liegen. Es wäre der Ausgleich zum 1:1 gewesen, stattdessen ging die Partie anschliessend 0:3 verloren.

Beim EVZ trafen in Spiel 2 Andreas Wingerli und Mike Künzle beim Stand von 0:0 nur die Torumrandung, später parierte HCD-Keeper Sandro Aeschlimann einen Abschluss von Tomas Tatar mirakulös. Statt 1:0 oder 1:1 hiess es am Ende 0:2. Es wird wohl auch das Geheimnis von EVZ-Trainer Benoît Groulx bleiben, wieso er in Spiel 2 auf seinen besten Quali-Torschützen Dominik Kubalik verzichtet hat.

Lugano hatte schon in Spiel 1 gegen die Lions mehr Torschüsse zu verzeichnen (24:21). In Spiel 2, das 4:5 verloren ging, kamen die Tessiner auf 43 (!) Abschlüsse – gegenüber 23 von den ZSC Lions.

Simples Erfolgsrezept?

So scheint das Erfolgsrezept in diesen beiden Playoff-Serien simpel: Ein starker Torhüter und ein unerschütterliches Selbstvertrauen helfen, alle Widerstände zu überwinden.

Davos liess sich in Spiel 1 auch von einem 1:3-Rückstand mit weniger als 7 Minuten verbleibender Spielzeit nicht aus dem Konzept bringen und erzwang noch die Wende – mit dem Selbstverständnis eines Teams, das in der Quali in 52 Spielen 39 Siege eingefahren hatte und in nur 8 Spielen leer ausgegangen war. Auch in Spiel 2 blieben die Bündner geduldig im Wissen, ihre Chance noch zu erhalten, und schlugen dann eiskalt zu.

ZSC Lions geraten nicht in Panik

Auch die ZSC Lions lassen sich nach 2 Meistertiteln und einem Triumph in der Champions Hockey League nicht mehr so leicht aus der Ruhe bringen. Kommt dazu, dass sich die Zürcher in der Qualifikation nicht immer stilsicher zeigten, in den Playoffs nun aber die nötige Konzentration an den Tag legen.

Zwar mussten die Zürcher in Spiel 2 in Lugano den Gegner trotz 3:1- und 5:2-Führung jeweils wieder herankommen lassen. Doch am Ende konnte der Vorsprung über die Ziellinie gerettet werden.

Lakers als Gegenbeispiel

So zeigt sich, wie die Spitzenteams aktuell einen Weg finden, auch bei widrigen Umständen als Sieger vom Feld zu gehen, während man sich in Zug und Lugano fragen dürfte, wieso man trotz 2 starken Auftritten mit leeren Händen dasteht.

Dass es aber auch ganz anders geht, beweisen die Rapperswil-Jona Lakers. Als klare Aussenseiter liegen die Rosenstädter gegen den Quali-Zweiten Freiburg 2:0 in Führung. Einzig die Léman-Serie zwischen Genf-Servette und Lausanne steht 1:1.

Resultate

SRF zwei, Sportflash, 23.03.2026, 23:10 Uhr ; 

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