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Nachbaur: «Wir wollen ein aggressives Team sein» (engl.)
Aus Sport-Clip vom 30.09.2020.
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Mit Nachbaur und Schelling SC Bern: Neuer Trainer, neue Sportchefin – neues Glück?

Nach dem 9. Rang der letzten Saison ist beim SC Bern Wiedergutmachung angesagt – mit neuer sportlicher Führung.

Trainer Kari Jalonen und Sportchef Alex Chatelain bildeten 4 Saisons lang das sportliche Führungsgespann beim SC Bern. Und hatten dabei vor allem Erfolg: 3 Mal gewannen die Berner die Qualifikation, 2 Mal wurden sie Schweizer Meister.

Letzte Saison dann der Tiefpunkt: Der SCB schloss die Qualifikation auf dem 9. Rang ab und hätte sich somit - ohne Corona – nicht für die Playoffs qualifiziert. Im Sommer wurden Jalonens und Chatelains Posten neu besetzt: Neuer Trainer ist der Kanadier Don Nachbaur, die neue Sportchefin heisst Florence Schelling.

Don Nachbaur.
Legende: War bisher vorwiegend in Nordamerikas Juniorenliga WHL tätig SCB-Trainer Don Nachbaur. Keystone

Neuer Trainer, neues System

«Wir spielen ein anderes System als in den letzten Jahren», kündigt Coach Nachbaur an. «Wir werden sicher kein passives, sondern ein aggressives Team sein.» Unter dem ruhigen Finnen Jalonen war der SCB für defensives und kontrolliertes Eishockey bekannt.

«Es ist ein neuer Wind, der weht», bestätigt SCB-Captain Simon Moser. «Der neue Trainer redet mehr als Kari (Jalonen) und lässt wieder ein nordamerikanisches Spielsystem spielen.»

Die «Mutzen» werden in dieser Saison beweisen müssen, dass sie anpassungsfähig sind. «Ich sehe bei den Spielern immer noch viele Gewohnheiten von früher, aber das wird sich noch ändern», so Nachbaur.

SCB-Sportchefin Florence Schelling ist bisher zufrieden mit dem neuen Mann an der Bande: «Für ihn war alles neu. Er hat seine Zeit gebraucht, um sich zu finden und alle kennenzulernen.»

Die lange Pause als Chance?

Seit Nachbaurs Amtsantritt sind mittlerweile gut 3 Monate vergangen, seit dem letzten Pflichtspiel der Berner volle 7 Monate. Schelling kann der langen Pause aber auch Positives abgewinnen: «Es war für alle neu. Wir konnten näher zusammenrücken und gemeinsam Entscheidungen treffen.»

SCB-Spieler mit Lohnverzicht

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Die Angestellten des SC Bern verzichten aufgrund von Sparmassnahmen auf einen Teil ihres Lohnes. Die Mannschaft, die Mitglieder der Geschäftsleitung sowie Mitarbeitende mit einem Lohn über 100'000 Franken verzichten auf 20 Prozent ihres Lohnes, alle anderen Angestellten auf 10 Prozent.

Jedenfalls gehört der SCB nach der schwachen letzten Saison ausnahmsweise nicht zu den Topfavoriten auf den Meistertitel. Entsprechend hält sich Schelling mit Erwartungen zurück: «Das Ziel ist es, in die Top 6 zu kommen.»

Radio SRF 3, 29.09.2020, 18:30 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Peter  (Stoffel)
    Der SCB hat im Vergleich zu letzter Saison gute Spieler abgeben müssen und sich mit eher mittelklassigem Spielermaterial zugedeckt. Da scheint wohl etwas das Kapital zu fehlen, um mit Zug, Zürich oder Lausanne mithalten zu können. Selbst der ehemalige SCB-Sohn Joël Vermin kommt nicht zurück. Das ist auch ein Zeichen dafür, dass es beim SCB in Zukunft nicht um Meistertitel, sondern um Playoffteilnahmen gehen wird. Einzig die Hoffnung auf den Nachwuchs bleibt...
    1. Antwort von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
      Klar beim finanzstärksten Club der Schweiz fehlt das Kapital? Hab ich was verpasst?? Nur weil sie einmal die Playoffs verpasst haben, sind klarer Anwärter auf die Top 4! Beim Scb geht es nicht um Playoffteilnahme sondern um die Halbfinal Quali.. alles andere ist eine Enttäuschung! Fragen sie bei Marc Lüthi nach!!
    2. Antwort von Patrick Salonen  (Patrick Salonen)
      @merz, da haben sie definitiv ein bisschen etwas verpasst. der scb kann mit den clubs, welche von mäzenen gespiesen werden (zug, zsc, lausanne) im moment nicht mithalten. bei einem voraussichtlichen verlust von knapp 5 mio. franken nächstes jahr, gehts wohl auch marc lüthi darum, dass der verein überlebt, und nicht primär um den titel... mit 10’000 zuschauer weniger pro heimspiel werden die einbussen gewaltig sein.
    3. Antwort von Samuel Galli  (shark99)
      Zu viele Top- Spieler und Leitwölfe bringts auch nicht. Diese Erfahrung hat der SCB auch schon gemacht. Die richtige Mischung bringt den Erfolg. Teams wie Biel, Lausanne und früher Davos zeigen wie es geht.
  • Kommentar von Fabio Matter  (FMi)
    Ich bin zwar definitiv kein SCB-Fan, aber ich hoffe für das Schweizer Eishockey, dass die neue Sportchefin und der neue Trainer der eigenen Jugend eine Chance gibt.
  • Kommentar von Peter Soca  (Sora)
    Ich finde das Interview mit dem Trainer sehr gut, schliesslich verstehen alle die englische Sprache.