- In beiden Partien der National League müssen am Sonntagnachmittag in Lugano sowie Lausanne Zusatzschichten eingelegt werden.
- Der HC Lugano krallt sich erst nach dem 16. Penalty den Heimsieg (4:3) gegen die SCL Tigers.
- Mit dem gleichen Resultat, allerdings schon in der Verlängerung, schickt Rapperswil-Jona die Lausanner als Verlierer vom Eis.
Lugano - SCL Tigers 4:3 n.P.
Calvin Thürkauf hatte im Shootout gegen die Emmentaler Nerven wie Drahtseile. Der Lugano-Captain versenkte im insgesamt 8. Anlauf den 1. Versuch – somit winkte seinen Farben der Zusatzpunkt. Doch Julian Schmutz konterte in extremis. Nachdem Jiri Sekac mit dem Matchpuck an Keeper Luca Boltshauser gescheitert war, ging es im Privatduell Thürkauf vs. Schmutz noch 2-mal im gleichen Erfolgsstil weiter. Erst auf den 4. verwerteten Penalty des 28-Jährigen hatte der Langnau-Center keine Antwort mehr bereit. Entsprechend brach in der Corner Arena nach dem 4:3, dem 3. Sieg in Folge, frenetischer Jubel aus.
Die Tessiner hätten es allerdings einfacher haben können, als sich in der erst 6. Zusatzschicht der laufenden Saison abmühen zu müssen. Denn sie hatten bis zur 25. Minute mit 2:0 geführt, mussten aber in der 49. Minute das 2:3 hinnehmen. Dario Simion, der rund 150 Sekunden vor Ertönen der Sirene den Spielstand zum 3:3 egalisierte, flogen zunächst die Herzen des Heimpublikums zu. Hinterher wurde er von Thürkauf als «Man of the Match» abgelöst.
Lausanne - Rapperswil-Jona Lakers 3:4 n.V.
Im Mittelfeld-Duell zwischen 2 Mannschaften, die jüngst nur wenig zu bejubeln hatten, fand Rapperswil-Jona auf die Beine zurück. Die Gäste reüssierten mit 4:3 bei Lausanne und schafften somit nach dem 3:4 gegen Ambri und dem 1:3 gegen die ZSC Lions den Turnaround – auswärts hatten sie letztmals sogar am 3. Dezember gewonnen. Die Waadtländer dagegen kassierten die 6. Niederlage aus den letzten 7 Matches. Der Ausgang der Partie widersprach auch einer gewissen Logik, denn die vorangegangenen Direktduelle in der Meisterschaft 2025/26 waren allesamt je mit dem Punktemaximum an den Lausanne HC gegangen. Diesmal machte das Team aus der Rosenstadt 2-mal einen Rückstand wett. Sandro Zanggers erstmalige Führung (42.) mochte noch nicht ausreichen, dann aber schlug Victor Rask mit seinem 8. Saisontreffer in der Overtime entscheidend zu.