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Rekorde ist sich Mathias Seger inzwischen gewöhnt. Er trug 305 Mal das Schweizer Nati-Dress. So oft wie kein anderer. Er nahm an 16 A-Weltmeisterschaften teil. So oft wie kein anderer. Und er war als Einziger bei allen 5 Meistertiteln der ZSC Lions seit 2000 mit an Bord.
Seit Sonntag und dem siegreichen Derby gegen Kloten (4:2) gehört der 37-Jährige nach Ivo Rüthemann (1072 Spiele), Gil Montandon (1070) und Martin Steinegger (1025) auch dem «1000er-Klub» der Feldspieler an. Aufnahme finden jene Akteure, die in der NLA 1000 und mehr Partien bestritten haben.
Und gut möglich, dass Seger auch hier bald einen neuen Rekord setzt. Bleibt er auch in der kommenden Saison verletzungsfrei – Seger hat bei den Lions bereits für 2015/16 unterschrieben – wird Rüthemanns Marke wohl fallen.
Glück und Motivation
«Ich hatte das Glück, dass ich in meiner ganzen Karriere nur eine schwere Verletzung erlitt», nennt Seger einen Grund für seine 1000 NLA-Spiele. Einzig in der Saison 2004/05 wurde er durch eine Hirnerschütterung längere Zeit ausser Gefecht gesetzt.
Die Gesundheit ist das Eine. Dass ein Spieler aber auch in seiner 19. Profi-Saison noch immer vor Motivation strotzt, steht auf einem anderen Blatt. «Jedes Jahr steht man mit einer neuen Mannschaft vor einer neuen Herausforderung», klärt Seger auf. Das sei reizvoll. Das Ziel bleibe hingegen immer dasselbe: «Man will Meister werden.»
Das Lob des Trainers
ZSC-Coach Mark Crawford ist voll des Lobes über seinen Captain: «Ihm entgeht nichts, und er ist immer engagiert bei der Sache. Er entlastet uns Trainer sehr.» Zudem mache Seger seine Teamkameraden zu besseren Spielern, glaubt Crawford.
Müsste sich Seger auf ein absolutes Highlight in seiner Karriere festlegen, er würde keinen der vielen Titel mit dem ZSC wählen. Die WM-Silbermedaille mit der Nati 2013 in Schweden gewichtet der Verteidiger höher. «Es war das wohl grösste Erlebnis.»
(K)ein Ende in Sicht
Obschon Segers Vertrag mit den Lions auf Sommer 2016 terminiert ist, kann sich der Routinier durchaus vorstellen, eine weitere Spielzeit anzuhängen. Coach Crawford gibt ihm einen Freipass: «Er darf solange bei uns spielen, wie er möchte.»
Sollte Segers Karriere trotz allem dereinst ein Ende finden, schwebt dem St. Galler bereits eine «zweite Laufbahn» vor. Seine Frau, eine studierte Psychologin, habe ihre Ambitionen bislang stark zurückgesteckt. Darum sei es an der Zeit, ihr etwas zurückzugeben. «Hausmann wäre eine Option», stellt Seger in Aussicht.
Sendebezug: SRF zwei, «sportpanorama», 11.1.15, 18:15 Uhr
Segers Karriere in Bildern
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Bild 1 von 11. NLA-Debüt in Rapperswil. Die ersten 3 seiner nunmehr 21 NLA-Saisons bestreitet Mathias Seger (hinten) für den damaligen SC Rapperswil-Jona. Sein Debüt gibt er am 21. September 1996. Bildquelle: Keystone.
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Bild 2 von 11. Der 1. Pokal. Seger (im grünen Flawil-Shirt) wechselt 1999 zum ZSC und wird gleich in der 1. Saison Meister mit den Zürchern. Bildquelle: Keystone.
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Bild 3 von 11. Treue Seele. Nicht nur bei den ZSC Lions ist Seger ein sicherer Wert: Seit seinem Nati-Debüt 1997 trägt er 305 Mal das rote Dress mit dem weissen Kreuz. Bildquelle: EQ Images.
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Bild 4 von 11. Neues altes Zuhause. 2005 trägt Seger (zusammen mit Reto Stirnimann) Eiskunstläuferin Sarah Meier anlässlich der Eröffnung des neuen Hallenstadions auf Händen. Bildquelle: Keystone.
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Bild 5 von 11. Der Titelsammler. Seger wird mit den ZSC Lions 5 Mal Meister - 2000, 2001, 2008 (Bild), 2012 und 2014. Zudem gewinnen die Zürcher 2009 die Champions League. Bildquelle: Keystone.
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Bild 6 von 11. Gegen die Grössten. Händeschütteln am Victoria Cup 2009 mit Chicagos Captain Jonathan Toews. Die Lions schlagen den Stanley-Cup-Champion 2:1. Bildquelle: Keystone.
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Bild 7 von 11. Die Nummern 31 und 15. Seger, mit 16 A-Weltmeisterschaften international alleiniger Rekordhalter, trägt in der Nati vom 1. Tag an die Nummer 31. Im Klub läuft er mit der Rückennummer 15 auf. Bildquelle: Keystone.
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Bild 8 von 11. Einsatz total. Seger ist sich nie zu schade, für sein Team ein «Zeichen zu setzen»: 2011 liefert er sich mit Klotens Denis Hollenstein einen legendären Faustkampf. Bildquelle: Keystone.
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Bild 9 von 11. Gut gebrüllt Löwe. Beim ZSC (und in der Nati) ist Seger der unbestrittene Anführer. Bildquelle: Keystone.
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Bild 10 von 11. WM-Silber 2013. Macht auch im Anzug eine gute Figur: Seger nimmt an den «Sports Awards» die Trophäe für die Schweizer «Mannschaft des Jahres 2013» entgegen. Bildquelle: Keystone.
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Bild 11 von 11. Im 1000er-Klub. Im Derby gegen Kloten (4:2-Sieg) bestreitet Seger am 11. Januar 2015 seine 1000. NLA-Partie. Bildquelle: EQ Images.