Wie es um den Gesundheitszustand von Sven Andrighetto steht, ist ausserhalb der Lions-Organisation nicht bekannt. Wie in den Playoffs üblich, halten sich die Zürcher mit Updates für die Öffentlichkeit zurück. Auch die Art der Verletzung ist nie nach aussen gedrungen.
Wenn man sich die Bilder vom unglücklichen Zusammenprall mit Teamkollege Rudolfs Balcers im 3. Viertelfinal-Spiel gegen Lugano anschaut und sieht, wie benommen Andrighetto vom Eis geht, ist eine Gehirnerschütterung die wahrscheinlichste (Fern-)Diagnose.
Malgins Statistiken brechen ein
Nur das ZSC-Ärzte-Team weiss, ob und wann eine Rückkehr des Nati-Spielers in diesen National-League-Playoffs realistisch ist. Was man hingegen über diesen kleinen Zirkel hinaus weiss: Andrighetto fehlt dem ZSC und vor allem seinem kongenialen Sturmpartner Denis Malgin.
In Spiel 3 wirkte der Filigrantechniker ein bisschen verloren, es wollte ihm kaum etwas gelingen. Malgin stürmt zwar noch immer an der Seite von Balcers, doch mit dem 3. Angreifer im Bunde will es nicht recht harmonieren. Egal, ob dieser nun Harrison Schreiber oder Derek Grant heisst. Weil am Mittwoch mit dem Schweden Jesper Fröden auch noch ein Schlüsselspieler der 2. Sturmlinie verletzt passen musste, blieben die Gäste in der Offensive harmlos.
Wie sehr Andrighetto dem ZSC und Malgin fehlt, zeigt die Statistik. In den ersten 3 Spielen gegen Lugano mit «Ghetto» (in Spiel 3 fiel dieser in der 38. Minute aus) punkteten die beiden so:
- Andrighetto: 2 Tore, 4 Assists, Plus-6-Bilanz
- Malgin: 2 Tore, 5 Assists, Plus-7-Bilanz
In der Serie gegen den HCD mussten die ZSC Lions bislang ohne Andrighetto auskommen. Von drei Spielen gingen deren zwei verloren und die Zürcher erzielten insgesamt nur drei Treffer bei numerischem Gleichstand auf dem Eis. Malgins Statistiken sind ernüchternd:
- Malgin: 0 Tore, 0 Assist, Minus-3-Bilanz
Natürlich ist Quali-Sieger Davos ein etwas anderes Kaliber als der HC Lugano. Gleichwohl performen Malgin und seine 1. Sturmlinie unterdurchschnittlich.
Hoffnung auf Rückkehr
Und so hofft man in Zürich-Altstetten auf eine baldige Rückkehr Andrighettos (und Frödens). Am liebsten schon am Freitag beim 4. Aufeinandertreffen mit dem HCD. Schliesslich möchte man die Serie von 19 (!) siegreichen Playoff-Heimspielen in Folge weiterführen und in den Halbfinals zum 2:2 ausgleichen.