Die Spieler von Fribourg-Gottéron kennen das Gefühl, in der Davoser Eishalle einen Pokal in die Höhe zu stemmen. Zwar war es nur der Spengler Cup, den die «Drachen» vor rund eineinhalb Jahren gewannen, doch die Trophäe weckte einmal mehr die Sehnsucht nach einem «richtigen» Titel, sprich der Schweizer Meisterschaft. Trotz vier Playoff-Finalteilnahmen steht Gottéron noch immer ohne Meisterschaftstriumph da.
Ab Samstag nimmt das Team von Trainer Roger Rönnberg den nächsten Anlauf. Der Schwede erwartet eine enge Finalserie und glaubt an die Chance seiner Männer. «Davos spielt über vier Linien wie wir, sie arbeiten hart wie wir und haben ein gutes System wie wir.» Folgerichtig schätzt er die Siegquote seines Teams auf «50/50».
Stürmer Christoph Bertschy glaubt, dass Finessen über Sieg oder Niederlage entscheidend sein werden. «Es stehen sich die zwei besten Mannschaften der Saison gegenüber. Da kann es nur um Details gehen.» Daneben spielten auch das Herz und der Wille zu gewinnen eine grosse Rolle, so Bertschy.
Davoser Heimstärke
Bertschy führt derzeit die Skorerliste seines Teams an. In 12 Playoff-Spielen kommt der Nationalspieler auf sechs Tore und vier Assists, womit er auch die Spieler sämtlicher anderer Teams hinter sich lässt. Das Erfolgsrezept sieht er in der Ausgeglichenheit seiner Mannschaft: «Wir haben eine recht konstante Saison hinter uns und trotz vielen Verletzten keine Baisse.» Wenn sie defensiv ihrem Spiel treu bleiben, seien sie nur schwer zu schlagen.
Kopfzerbrechen könnte Freiburg die Davoser Heimstärke bereiten. In der Regular Season verloren die Bündner zuhause gerade einmal 3 von 26 Partien. In den Playoffs ist das Team von Trainer Josh Holden vor Heimpublikum noch ungeschlagen. Als Quali-Sieger geniesst der HCD Heimvorteil, ein womöglich entscheidendes Detail.
Rönnberg winkt ab: «Für mich spielt es keine Rolle, ob man zuhause oder auswärts spielt. Entscheidend ist, dass wir konsistent spielen.»