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Playoff-Viertelfinal: Spiel 1 Dank später Wende: Davos verhindert Zuger Coup

Der HCD dreht das Spiel kurz vor Schluss.
Legende: Später Jubel Der HCD dreht das Spiel kurz vor Schluss. Freshfocus/Roger Albrecht

Lange sah es danach aus, als könnte sich der EVZ zumindest in Spiel 1 der Viertelfinal-Serie gegen Davos für das sang- und klanglose Ausscheiden vor einem Jahr (0:4) revanchieren.

Doch daraus wurde nichts. Erst war Brendan Lemieux mit einem Ablenker nach einem Schuss von Simon Ryfors zum 3:3 erfolgreich (58:33). Zu diesem Zeitpunkt hatte HCD-Keeper Sandro Aeschlimann seinen Kasten bereits verlassen.

Doch damit nicht genug. Die Bündner starteten noch einmal einen Angriff. Adam Tambellini spielte hinter dem Tor Ryfors frei, dieser legte auf Yannick Frehner zurück – 4:3 (59:06). Die Davoser Eishalle bebte.

Zuger Misere in den Playoffs

Damit geht die Zuger Misere in den Playoffs weiter. Nach einem 0:4 gegen die ZSC Lions im Halbfinal 2024 und einem 0:4 gegen Davos 2025 war es die 9. Playoff-Pleite für die Zentralschweizer in Serie.

Dabei hatten die Gäste, die nach Platz 8 in der Qualifikation nur über die Play-Ins den Sprung in die Playoffs geschafft hatten, dem überlegenen Quali-Sieger das Leben gehörig schwer gemacht.

EVZ eröffnet das Skore

Nach einem torlosen 1. Drittel war es Mike Künzle, der in der 22. Minute den Bann brach. Nachdem der EVZ das Heimteam während rund einer Minute in dessen eigenen Drittel eingeschnürt hatte, war es der Zuger Angreifer, der nach einem Abschluss von Livio Stadler nachsetzte und die Scheibe über die Linie stocherte.

Als Michael Fora wegen Haltens für 2 Minuten auf die Strafbank musste, doppelten die Zentralschweizer in Überzahl nach (37.). Lukas Bengtsson traf von der blauen Linie. Die Davoser reklamierten einen hohen Stock von Sven Senteler, der Aeschlimann geschickt die Sicht verdeckt hatte. Der Treffer blieb aber nach Video-Check bestehen.

HCD-Sturmlauf im letzten Drittel

Im 3. Drittel suchte der HCD mit Vehemenz den Anschlusstreffer und wurde durch Ryfors, der mit einem Tor und 2 Vorlagen zum Matchwinner avancierte, belohnt (51.). Die Freude währte jedoch nur kurz, Fabrice Herzog stellte nur 60 Sekunden, mustergültig bedient von David Sklenicka, den 2-Tore-Vorsprung wieder her.

Wer dachte, dass die Gegenwehr des HC Davos damit endgültig gebrochen war, wurde eines Besseren belehrt. Michael Fora brachte die Hoffnung in der 54. Minute zurück, obwohl EVZ-Keeper Leonardo Genoni zuvor noch gegen Rasmus Asplund bravourös pariert hatte.

Es sollte der Auftakt zu einem wilden Sturmlauf des HCD werden, mit dem bekannten Ausgang. Zug seinerseits bietet sich am Sonntagabend um 20 Uhr in der heimischen OYM Hall die nächste Gelegenheit, die Playoff-Misere endlich zu beenden.

Resultate

Radio SRF 1, Abendbulletin, 20.03.2026, 22:05 Uhr ; 

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