- Fribourg-Gottéron gewinnt Spiel 6 in der Playoff-Viertelfinalserie bei den Rapperswil-Jona Lakers mit 3:1 und gleicht die Best-of-7-Serie zum 3:3 aus.
- Damit kommt es am Mittwoch in Freiburg zur «Belle» um den Halbfinal-Einzug.
- 34:16 lautet das Schussverhältnis zugunsten der Lakers, Gottéron bringt in den letzten 2 Dritteln nur 4 Schüsse aufs gegnerische Tor.
Gut 5 Minuten vor dem Ende überschlugen sich die Ereignisse noch einmal in der St.Galler Kantonalbank Arena. Erst erhielt Freiburgs Patrik Nemeth eine Spieldauer-Disziplinarstrafe für einen völlig unnötigen doppelten Crosscheck. Und weil kurz darauf Samuel Walser Lakers-Stürmer Nico Dünner mit dem Stock im Gesicht traf, durfte Rapperswil noch einmal für 2 Minuten mit 2 Mann mehr agieren.
Doch trotz Dauerdruck und später auch noch weiterer doppelter Überzahl (Keeper Melvin Nyffeler hatte das Tor verlassen), wollten weder der Anschlusstreffer noch der Ausgleich gelingen. So rettete Freiburg die knappe 3:1-Führung über die Zeit, schaffte das neuerliche Break und verhinderte ein vorzeitiges Saisonende.
Lakers lange dominant
Schon während des 2. Drittels hatten die St. Galler ordentlich Druck gemacht. Just in dem Moment, als der Ausgleich zum 2:2 für das Heimteam überfällig gewesen wäre, stach Freiburgs Jacob de la Rose mitten ins Herz der Lakers. Kurz nach dem Ablauf einer Strafe gegen sein Team startete der Schwede ein Solo übers gesamte Feld und schloss eiskalt zum 3:1 ab. Es war der erst 2. (!) Schuss aufs Tor des Heimteams im 2. Drittel gewesen.
Dies soll verdeutlichen, wie überlegen die Lakers im 2. Abschnitt agiert hatten. Unmittelbar vor de la Roses Treffer hatten Dominic Lammer und Victor Rask beste Chancen für die Rosenstädter ausgelassen. Kurioserweise war einzig Sandro Zangger erfolgreich gewesen – in Unterzahl (28.).
Beim nicht allzu kontrollierten Abschluss des SCRJ-Stürmers sah Gottéron-Keeper Reto Berra, der ansonsten überragend spielte und 33 Paraden zeigte, nicht vorteilhaft aus. Zuvor hatten die Lakers in 3 Überzahl-Situationen keinen Treffer zustande gebracht. Für Zangger hingegen war es bereits der 2. Shorthander in diesen Playoffs.
Freiburg mit dem besseren Start
Im 1. Drittel hatten die Gäste klar den Ton angegeben. Es schien, als würde die Aussicht auf die Playoff-Halbfinals die Lakers lähmen. Folgerichtig legte Freiburg vor. Erst war Michael Kapla aus der Distanz erfolgreich, wobei Lakers-Stürmer Valentin Hofer den Puck noch unglücklich mit dem Stock abfälschte (12.).
Dann lancierte Christoph Bertschy seinen Sturmpartner Henrik Borgström herrlich mit einem Pass über 2 Zonen. Dieser liess sich nicht zweimal bitten und netzte aus kurzer Distanz ein (18.).
Lakers ohne Topskorer Moy
Einen ersten Dämpfer hatten die Lakers schon vor Spielbeginn zu verzeichnen gehabt. Topskorer Tyler Moy fehlte auf dem Matchblatt. Ob es sich um eine verletzungsbedingte Absenz handelte, wurde wie in den Playoffs üblich nicht kommuniziert.
Somit ist auch nicht klar, ob die Lakers im alles entscheidenden 7. Spiel am Mittwoch in Freiburg auf ihren Angreifer zählen können. Klar ist hingegen, dass Rapperswil-Jona in diesem Spiel eine grosse Chance ausgelassen hat, die Playoff-Halbfinals zu erreichen.