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Playoff-Viertelfinal: Spiel 7 Genf gewinnt die «Belle» und holt letztes Halbfinal-Ticket

  • Genf-Servette gewinnt Spiel 7 der Playoff-Viertelfinalserie gegen Lausanne mit 5:1.
  • Die Calvinstädter stehen damit erstmals seit der Meistersaison 2022/23 im Playoff-Halbfinal.
  • Dort treffen die Genfer auf Freiburg, im 2. Halbfinal kommt es zur Affiche Davos – ZSC Lions.

Die entscheidende Szene ereignete sich zu Beginn des 3. Drittels. Lausanne durfte mit einem Mann mehr agieren und strebte den Ausgleich zum 2:2 an.

Doch während das Powerplay der Gäste erfolglos blieb, reüssierte Genf kurz nach Ablauf der Strafe und erhöhte auf 3:1. Josh Jooris fing einen Fehlpass von Fabian Heldner ab und bezwang LHC-Keeper Kevin Pasche sehenswert in der hohen Ecke (45.).

2 «Empty Netter»

In der Folge rannte Lausanne nun einem 2-Tore-Rückstand hinterher, was sich als zu grosse Hypothek erweisen sollte. Bereits viereinhalb Minuten vor Schluss nahmen die Waadtländer Pasche aus dem Tor und kassierten noch 2 «Empty Netter» durch Markus Granlund (57.) und Jimmy Vesey (60.).

Eishockeyspieler beim Jubeln auf dem Eis.
Legende: Es ist geschafft Genf steht im Playoff-Halbfinal. Freshfocus/Laurent Daspres

Somit behielt Genf im ersten Léman-Derby der Playoff-Geschichte die Oberhand und steht erstmals seit der Meistersaison 2022/23 wieder im Halbfinal, nachdem man die letzten beiden Jahre die Playoffs sogar verpasst hatte. Lausanne hingegen verabschiedet sich als zuletzt zweimaliger Playoff-Finalist in die Ferien.

Genf mit Traumstart

Schon im 1. Drittel hatte sich Genf dank eines sehr frühen und sehr späten Tors einen Vorteil erarbeitet. Bereits nach 65 Sekunden eröffnete Verteidiger Giancarlo Chanton das Skore. Sein Abschluss landete via Pasche und Sami Niku im Tor der Lausanner. Genf bekundete in dieser Situation Glück, war dem Treffer doch ein nicht geahndetes Offside vorausgegangen.

11 Sekunden vor Ablauf des 1. Drittels war es einmal mehr die Finnen-Fraktion der Genfer, die zuschlug. Jesse Puljujärvi lancierte von hinter dem Tor herrlich Sakari Manninen, dieser weiter zu Granlund. Der Servette-Topskorer bekundete keine Mühe, zum 2:1 einzuschieben, während die Lausanne-Defensive inkl. Pasche nicht wusste, wie ihr geschah.

Dazwischen hatte Austin Czarnik nach einer kleinlich gepfiffenen Strafe gegen Marc-Antoine Pouliot im Powerplay ausgeglichen (15.). Der Lausanner Topskorer liess mit einem angetäuschten Schuss Genfs Simon Le Coultre gekonnt aussteigen, ehe er GSHC-Keeper Stéphane Charlin in der nahen Ecke erwischte.

Ausgelassene Chancen rächen sich nicht

Zu Beginn des 2. Drittels hätte sich Genf die Chance geboten, das Skore zu erhöhen, konnten die Hausherren doch gleich zweimal in Überzahl agieren. Vincent Praplan bot sich allein vor Pasche eine Topchance, der Keeper blieb jedoch Sieger (24.).

Im Gegensatz zu Lausanne im Schlussabschnitt sollten sich die ausgelassenen Chancen der Genfer zu diesem Zeitpunkt nicht rächen, stoppte doch Charlin Jason Fuchs und Ken Jäger kurze Zeit später in höchster Not. Im Gegensatz zu Spiel 6, als der Schlussmann beim Stand von 0:3 ausgewechselt wurde, erwies sich Charlin dieses Mal als starker Rückhalt, der sich auch in den turbulenten Schlussminuten nicht mehr bezwingen liess.

So geht es weiter

Am Samstag starten die Playoff-Halbfinals. Da sich die Top 4 der Qualifikation in die Runde der letzten Vier gespielt haben, wird Genf (3.) auswärts in Freiburg (2.) beginnen. Quali-Sieger Davos empfängt die ZSC Lions.

Resultate

Radio SRF 1, Abendbulletin, 02.04.2026, 22:05 Uhr ; 

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