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Playoff-Viertelfinals Als das Saisonende drohte, schlugen Genfs Finnen zu

Vier Finnen haben dafür gesorgt, dass Genève-Servette Spiel 7 der Viertelfinal-Serie gegen Lausanne erreicht hat.

Granlund, Puljujärvi, Manninen und Saarijärvi im Porträt nebeneinander
Legende: Vier Finnen für eine Aufholjagd Granlund, Puljujärvi, Manninen und Saarijärvi (von links). Keystone/Jean-Christophe Bott/Freshfocus/Patrick Straub/Urs Lindt

Tiefer Glaube in die eigene Stärke ist für Servettes Verteidiger Tim Berni der Schlüssel für das Comeback in Lausanne nach einem 0:3-Rückstand. Die Wende passt zur Saison der Genfer – am Donnerstag folgt das entscheidende siebte Spiel zuhause in Les Vernets.

Sturmtrio beendet Playoff-Baisse

Dass Genf die Qualifikation als Dritter abgeschlossen hat, daran hatte das finnische Sturmtrio Markus Granlund, Jesse Puljujärvi und Sakari Manninen einen grossen Anteil. Die drei erzielten 58 Tore und totalisierten 151 Skorerpunkte. Granlund war die Nummer 1 der Skorerliste in der National League, Puljujärvi belegte Rang 3 und Manninen Platz 6. In den ersten fünf Viertelfinalspielen kamen dann aber nur noch vier Punkte hinzu.

Doch als die Genfer am Dienstag in Lausanne nach dem 0:3 (34.) quasi schon in den Ferien waren, zeigten die Finnen ihre grosse Klasse. Puljujärvi schoss das 2:3 (47.) sowie das entscheidende 4:3 in der Verlängerung, Granlund und Manninen liessen sich je drei Assists gutschreiben.

Saarijärvi komplettiert das Quartett

Zu erwähnen gilt es aber auch den vierten Mann im Bunde: Verteidiger Vili Saarijärvi. Er lieferte im Powerplay die Assists zum 1:3 und 2:3. Das 3:3 erzielte er in Überzahl gleich selbst. In der Regular Season hatte er es ligaweit immerhin auf Rang 21 (5 Tore, 32 Assists) geschafft.

Die Finnen wüssten, wie gut sie seien, auch wenn es ihnen mal ein paar Spiele nicht laufe, sagte Berni gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Dieses Selbstvertrauen geht nicht weg. Heute sind sie dran geblieben und konnten den Match für uns entscheiden.» Als Schlüssel für die Wende sah der Olympia-Teilnehmer den «tiefen Glauben» daran. «Wir spürten in der Garderobe, dass wir zurückkommen können. Wir wussten, dass sie Strafen nehmen, wenn wir unsere Beine bewegen und den Puck tief spielen.»

Wohin führt der Genfer Weg noch?

Servette steht erstmals seit dem Gewinn des ersten Meistertitels der Klubgeschichte vor drei Jahren in den Playoffs. In der darauffolgenden Spielzeit gewann die Mannschaft zwar die Champions Hockey League, scheiterte dann aber in der ersten Play-In-Runde. Vor einem Jahr wurde nicht einmal diese erreicht.

Die entscheidende siebte Partie findet am Donnerstag in Genf statt. Von den bisherigen 29 Heimspielen in der laufenden Meisterschaft gewann Servette deren 21, wobei es 3 der 8 Niederlagen gegen Lausanne erlitt, zwei davon in dieser Viertelfinalserie. Überhaupt hat in den bisherigen 21 Spielen in den laufenden Playoffs elfmal der Gast das Eis als Sieger verlassen.

Resultate

SRF zwei, Sportflash, 01.04.2026, 01:00 Uhr ; 

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