Bei allem Trubel um den aberkannten Davoser Ausgleichstreffer im ersten Playoff-Finalspiel ging der eigentliche Matchwinner fast unter. Mit einem Assist und einem Tor (3:0) hatte Samuel Walser grossen Anteil am etwas überraschenden Sieg der Saanestädter.
Der 33-jährige Stürmer ist weder als regelmässiger Skorer noch als grosser Künstler bekannt. Viel mehr ackert der Schweizer in der 4. Linie und stellt sich in den Dienst der Mannschaft. Sein Team habe «clever und ruhig gespielt» und sich darum das Break im Bündnerland verdient, so das Fazit Walsers.
Drittbester Skorer
Freiburgs Assistenztrainer Lars Leuenberger kann den Wert seines Stürmers nicht hoch genug einschätzen. «Er ist ein toller Typ, ein toller Mensch. Er macht alles für den Erfolg der Mannschaft und kümmert sich um seine Linie. Wenn er jetzt noch anfängt, Tore zu schiessen, ist das noch besser.»
Walser hat seine Punkteausbeute in den Playoffs tatsächlich beträchtlich ausgebaut. Mit 7 Skorerpunkten (2 Tore/5 Assists) belegt er in der teaminternen Rangliste den 3. Rang. In der Qualifikation kam er auf insgesamt 12 Punkte (5/7), allerdings in 50 Partien.
Meister mit Davos
Seinen bislang einzigen Meistertitel feierte Walser ausgerechnet mit Davos. Die Erinnerungen an den Triumph vor elf Jahren sind noch immer frisch. Damals sei alles aufgegangen und der Final habe die Truppe richtig zusammengeschweisst. Noch heute könne er alle Namen der Meistermannschaft aufzählen.
Ob Walser sich in elf Jahren auch an sämtliche Freiburger Teamkollegen erinnern wird? Wenig überraschend lässt er sich nicht auf die Äste hinaus. «Die bessere Mannschaft gewinnt in den nächsten zwei Wochen.»
Die nächste Antwort auf die Frage, welche das ist, gibt es bereits am Montag, wenn Freiburg Davos zum zweiten Finalspiel empfängt.