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Spiel 5 im Playoff-Final Zugs «Genie» gegen Zürichs Auswärtshoffnung

Während Zug in Spiel 5 des Playoff-Finals mit neu gewonnenem Selbstvertrauen antritt, vertrauen die ZSC Lions auf die Geschichte.

Chris Baltisberger von den ZSC Lions kurvt auf dem Eis herum
Legende: Kommt alles Gute von oben? Chris Baltisberger von den ZSC Lions hofft jedenfalls auf den Titelgewinn auf fremdem Eis. Keystone/Ennio Leanza

In Zug fühlte man sich ein bisschen an die Playoff-Finalserie von 2019 erinnert: Zwar hatten die Zentralschweizer damals gegen Bern das erste Spiel gewonnen, doch die folgenden 4 Spiele gingen allesamt – und meistens denkbar knapp – verloren. Egal was Coach Dan Tangnes damals versuchte und welche personellen Rochaden er vornahm, es fruchtete nicht.

Ähnlich sah es heuer in den ersten 3 Spielen aus. Und nach jeder Partie war wie schon vor 3 Jahren vom Coach und den Spielern Durchhalteparolen zu hören, dass man nur so weitermachen müsse und das Glück dann schon irgendwann auf die eigene Seite kippe.

Simion als Profiteur bei den Umstellungen

Gross dürfte deshalb die Erleichterung bei Tangnes gewesen sein, dass in Spiel 4 am Montag der Erfolg tatsächlich zurückkehrte, nachdem er seine Angriffslinien doch ziemlich umgestellt hatte. So beendete beispielsweise Dario Simion seine Torflaute, nachdem er in den ersten beiden Partien in der Schlussphase je eine Grosschance ausgelassen hatte, welche den Ausgang der Partien massgeblich hätte beeinflussen können.

Programm-Hinweis

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Verfolgen Sie Spiel 5 im Playoff-Final zwischen Zug und den ZSC Lions ab 19:40 live auf SRF zwei und in der SRF Sport App. Auf Radio SRF 3 gibt es regelmässige Live-Einschaltungen.

Simion hatte neu neben Jan Kovar den Arbeiter Fabrice Herzog statt den Künstler Grégory Hofmann an der Seite, blühte richtiggehend auf und erlöste sich und sein Team im Schlussdrittel mit dem Tor zum 3:1. «Das war ein genialer Schachzug vom Coach», meinte Tangnes deshalb mit einem Lächeln nach dem Spiel. Man darf gespannt sein, ob der Norweger bei der Linienwahl am Mittwoch erneut ein goldenes Händchen hat.

Video
Archiv: Tangnes: «Das war genial vom Coach» (engl.)
Aus Sport-Clip vom 25.04.2022.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 4 Sekunden.

In Zürich kommt ob der ersten Niederlage in der Finalserie noch keine Panik auf. Noch immer führen die Lions komfortabel in der Serie und haben noch 3 weitere Matchpucks. Und auch die Geschichte spricht für den ZSC: Noch nie schaffte es ein Team in der National League, einen 0:3-Rückstand in einer Finalserie noch zu drehen.

Auswärts ist es immer einfacher zu spielen
Autor: Chris Baltisberger

Darum meint auch ZSC-Angreifer Chris Baltisberger zuversichtlich: «Wir haben eine gute Ausgangslage, das gibt uns positive Energie. Wir müssen uns daran erinnern, was wir in den ersten drei Spielen gut gemacht haben.»

Baltisberger und die «Auswärts-Titel»

Kommt dazu, dass es Baltisberger gar als Vorteil sieht, dass das nächste Spiel in Zug stattfindet. «Auswärts ist es immer einfacher zu spielen», so der routinierte Hüne, der aus eigener Erfahrung spricht. Seine 3 bisherigen Meistertitel gewann er allesamt auf fremdem Eis. 2012 in einem dramatischen Spiel 7 in Bern nach einem 1:3-Rückstand in der Serie, 2014 in Kloten und 2018 ebenfalls in Spiel 7 in Lugano.

Während die Geschichte also für die ZSC Lions spricht, hoffen die Zuger darauf, mit einer noch nie dagewesenen Wende Geschichte schreiben zu können. Dazu ist am Mittwochabend ein Sieg und erneut ein Glücksgriff in der Linien-Zusammenstellung von Coach Tangnes gefordert.

Video
Archiv: Zug feiert ersten Sieg im Playoff-Final
Aus Sport-Clip vom 26.04.2022.
abspielen. Laufzeit 7 Minuten 48 Sekunden.

SRF zwei, sportlive, 25.04.2022, 19:40 Uhr;

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Gisler  (GiJaBra)
    Warum soll auswörts einfacher sein, widerspricht jeder Logik und Statistik. Ich denke einige Zürcher Spieler sind erschrocken dass ihnen das Wettkampfglück nicht mehr half. Wer immer darauf hifft dass es dann im letzten Drittel schon noch gut kommt sollte endlich auch in den ersten 2 Dritteln aufwachen. Von 12 gespielten Dritteln war Zug in 9 besser, das sollte den Zürchern zu denken geben, auch die Tatsache dass nur die Malginlinie wirklich top ist, wenn die nicht 120% liefert, gute Nacht.
    1. Antwort von Martin Gebauer  (Mäde)
      Hören sie doch auf solchen Mist zu schreiben. Man merkt sofort, dass sie nie Mannschaftssport betrieben haben. Ihre Kommentare sind immer nur pure Polemik.
  • Kommentar von Roger Fuchs  (Roger Fuchs)
    Statistiken sind Statistiken, Geschichte ist Geschichte. Man muss sagen, dass die beiden Teams, bis auf das letzte Spiel in dem die Zuger deutlich besser waren, immer auf Augenhöhe agierten. Ich glaube durchaus, dass die Zuger noch reele Chancen haben den Titel zu holen. Wenn Sie die Zürcher Paradelinie so ausschalten wie am Montag kann das gut kommen.
  • Kommentar von Marcel Kunz  (Mars78)
    Glaub i ned