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Mark Streit zum Langnauer Traumstart
abspielen. Laufzeit 00:42 Minuten.
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SRF-Experte zu Playoff-Partien Streit: «Habe das Gefühl, dass Langnau nicht viel zulässt»

SRF Sport: Wie gross ist die Last, die den SCL Tigers nach ihrem ersten Playoff-Sieg überhaupt von den Schultern fällt?

Mark Streit: Als sie 2011 die Qualifikation zum ersten Mal überstanden haben, verloren sie prompt 4 Spiele in Folge, weil sie bereits zufrieden waren. Jetzt sind sie mit einer ganz anderen Einstellung und einem Erfolg gestartet. Die Serie ist nun richtig lanciert.

Ich habe einfach das Gefühl, dass Langnau mit seinem Defensivspiel nicht viel zulässt.
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Trotz Break keine Euphorie bei den Tigers
Aus sportaktuell vom 11.03.2019.
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Bereits vor dem Playoff-Auftakt haben Sie die Tigers im Vorteil gesehen. Zieht Langnau das Ding nun durch?

Ich denke, das wird eine lange Serie geben. Trainer Heinz Ehlers hat seiner Mannschaft die ganze Saison hindurch eingetrichtert, dass man mit einer stabilen Defensive erfolgreich ist. In den Playoffs ist das noch viel mehr der Fall als in der Qualifikation. Lausanne ist sicherlich offensiv sehr stark. Sie werden sich noch entfalten können und zu ihren Chancen kommen.

Programm-Hinweis

Verfolgen Sie die 2. Partie der Playoff-Serie Lausanne gegen Langnau live auf SRF zwei und in der Sport App mit Ticker. Gespielt wird am Dienstag, 12.03. um 20:00 Uhr.

Ausserdem können Sie die gleichzeitig stattfindende Partie Ambri gegen Biel auf SRF info und ebenfalls in der Sport App sehen.

In der Auftakt-Partie blieb Lausannes Offensive über weite Strecken blass. Von welchen Spielern erwarten Sie in Spiel 2 mehr?

Ich denke da an einen Joël Vermin, Christoph Bertschy oder Joël Genazzi. Mit letzterem haben sie einen sehr guten Offensiv-Verteidiger. Ich habe einfach das Gefühl, dass Langnau mit seinem Defensivspiel nicht viel zulässt. Allerdings wird Playoff-Hockey härter gespielt. Man muss noch entschlossener den Weg zum Tor suchen und auch die «dreckigen Tore» forcieren. Dazu hat Lausanne das Potenzial.

Quali-Sieger Bern wurde zuhause von Genf überrascht und verlor 0:2. Wie stark setzt sich diese Niederlage in den Köpfen der Berner fest?

Diesen Auswärtssieg darf man nicht überbewerten. Die Berner haben vor allem im 2. Drittel sehr viel Chancen liegen gelassen. Der SCB ist ein Team mit viel Routine, eine ehemalige Meistermannschaft. Ich bin überzeugt, dass da eine Reaktion folgen wird, wobei es auswärts in der kochenden Les-Vernets-Halle nicht einfach wird. Ich persönlich habe deshalb nie gerne in Genf gespielt. Ausserdem musste Genf schon über Monate Playoff-Hockey spielen. Vielleicht war das der Grund, dass ihnen der Übergang leichter gefallen ist.

Die Berner müssen das Rad nicht neu erfinden.

Muss der SCB wegen seiner schlechten Chancenausbeute nun sein Offensivspiel umstellen?

Nein, die Berner müssen das Rad nicht neu erfinden. Für den Torhüter ist es immer schwierig, wenn vermehrt Spieler in den Slot gebracht werden und ihm dadurch die Sicht genommen oder die Scheibe abgelenkt wird. Mit Simon Moser und Thomas Rüfenacht hat Bern Spieler, welche diese Rolle übernehmen können und dahin gehen, wo es weh tut.

Bleiben Sie bei der Prognose, dass Bern die Serie gewinnt?

Ich habe das Gefühl, dass wir jetzt eine Reaktion des SCB sehen werden. Und auch wenn diese in der nächsten Partie ausbleiben sollte, bleibe ich dabei, dass Bern die Oberhand behalten wird. Dennoch ziehe ich den Hut vor den Genfern. Sie haben auf eindrückliche Art gezeigt, dass sie sich nicht nach 4 Playoff-Spielen wieder verabschieden wollen.

Das Gespräch führte Remi Nutt.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 09.03.2019, 20:00 Uhr.