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SRF-Experte zu Playoff-Runde 5 Streit: «Coaches Challenge hat ihre Richtigkeit bewiesen»

Gleich 3 Mal kam am 5. Playoff-Spieltag die Coaches Challenge zum Einsatz – mit unterschiedlichem Erfolg.

Mark Streit.
Legende: SRF-Hockey-Experte Mark Streit. SRF

Seit der Saison 2016/17 können die Trainer eine Video-Konsultation beanspruchen, wenn ein Tor nach einer nicht erkannten Offside-Position oder mittels Torhüter-Behinderung erzielt worden ist. Am Dienstag wurde diese Coaches Challenge gleich dreimal genutzt:

  • Erfolgreich: Biel-Coach Antti Törmänen erkannte, dass dem vermeintlichen 2:3-Anschlusstreffer der Davoser ein Abseits vorausgegangen war. Das Tor wurde annulliert.
  • In dubio pro reo: Beim Spiel Lugano - Freiburg entschieden Millimeter über ein mögliches Offside vor dem 1:0 der Luganesi. Die Coaches Challenge von Mark French nützte nichts, weil die TV-Bilder keinen endgültigen Beweis über die Ungültigkeit des Treffers erbringen konnten.
  • Hoffnungslos: Harold Kreis versuchte die Saison der Zuger mit einer Coaches Challenge zu verlängern. Der angefochtene Overtime-Winner von Reto Schäppi war aber lupenrein.

SRF-Experte Mark Streit ist ein Befürworter der Coaches Challenge. «Es ist wichtig, dass man in solch wichtigen Spielen eine 100-prozentige Sicherheit hat, ob ein Entscheid richtig war oder nicht». Gerade im Fall des aberkannten Tores in Davos habe die Coaches Challenge «seine Richtigkeit und Wichtigkeit bewiesen», so der 40-Jährige.

Über eine ganze Serie gleichen sich Fehlentscheide der Schiedsrichter auf beiden Seiten aus.
Autor: Mark Streit

Je wichtiger die Partie, desto mehr rücken auch die Unparteiischen in den Fokus. Freiburg-Sportchef Christian Dubé liess seinen Frust in der Drittelspause am Schiedsrichter-Quartett aus. Streit glaubt nicht, dass die Unparteiischen eine Serie entscheiden können: «Es wird immer viel diskutiert. Ich habe aber das Gefühl, dass sich Fehlentscheide über eine ganze Serie wieder ausgleichen.»

Es könne immer Spiele geben, in denen man das Gefühl hat, benachteiligt zu werden. «Aber das ist der Sport. Es gibt immer einen Verlierer», meint Streit.

Im Audio erfahren Sie, welches Fazit Mark Streit zu folgenden Serien zieht:

  • Bern - Genf
  • Zug - ZSC
  • Lugano - Freiburg

Mark Streit

Der 40-Jährige absolvierte ab 2005 insgesamt 820 Partien für die Montreal Canadiens, die New York Islanders, die Philadelphia Flyers und die Pittsburgh Penguins – mehr als jeder andere Eishockeyspieler aus der Schweiz. In 22 Profijahren absolvierte Streit ferner 200 Länderspiele für die Schweiz, nahm an mehreren Weltmeisterschaften sowie Olympischen Spielen teil und gewann mit den ZSC Lions die Schweizer Meisterschaft.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 20.03.2018, 20:10 Uhr

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