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Statistiken des Grauens Wenn sich Teams und Spieler nicht mit Ruhm bekleckern

Wo es Sieger gibt, gibt es auch immer Verlierer. Wir haben einige Horror-Statistiken aus der Qualifikation herausgesucht.

Enttäuschte Spieler bei Ajoie
Legende: Lange Gesichter gab es bei Ajoie des Öfteren zu sehen. Freshfocus/Patrick Straub

Aufsteiger Ajoie

Die Jurassier werden als einer der schwächsten Aufsteiger in die Geschichte des Schweizer Eishockeys eingehen. Seit der Einführung der 3-Punkte-Regel 2006 schnitt nur ein Team in der Quali noch schlechter ab als Ajoie: Basel kam 2008 in 50 Spielen auf nur 16 Punkte (0,32 Punkte pro Spiel). Ajoie erreichte immerhin einen Wert von 0,51.

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Archiv: Ajoie kommt in Zug gleich mit 0:11 unter die Räder
Aus Sport-Clip vom 28.01.2022.
abspielen. Laufzeit 4 Minuten 39 Sekunden.

Plus-Minus-Statistik von Jordane Hauert

Natürlich schlägt sich eine schwache Saison auch in der Plus-Minus-Statistik nieder. Es vermag wenig zu erstaunen, dass die letzten 11 Plätze in dieser Disziplin von Ajoie-Akteuren besetzt werden. Unrühmlicher Spitzenreiter ist dabei Captain Jordane Hauert. Seine Minus 47 sind seit Beginn der detaillierten Datenerfassung der Liga (2008/09) unerreicht.

Der SC Bern

2019 waren die Berner noch Qualisieger und Meister geworden. Seither resultierten die Plätze 9, 9 und 11 in der Qualifikation. Wären vor einem Jahr nicht die Pre-Playoffs eingeführt worden, hätten die Hauptstädter 3 Mal in Serie die Playoffs verpasst. Das passt so gar nicht zum stolzen Eishockey-Unternehmen mit einem der höchsten Zuschauer-Schnitte ausserhalb der NHL.

Die Schuss-Effizienz von Gaëtan Haas

Der Bieler Angreifer hat sein Visier in dieser Saison noch nicht richtig einstellen können. Von allen Stürmern, die über 100 Schüsse auf das gegnerische Tor abgegeben haben, weist er mit einer Effizienz von 5,88 Prozent den zweitschwächsten Wert auf (nach Lausannes Tim Bozon mit 4,88%). Das heisst: Nur rund jeder 20. Schuss von Haas findet den Weg ins Tor. Von einem NHL-Rückkehrer hätte man sicher mehr erwarten dürfen. Zum Vergleich: Genfs Joël Vermin kommt beispielsweise auf einen Wert von 19,81%, bei ihm zappelt praktisch jeder 5. Schuss im Netz.

Die Fangquote von Robert Mayer

Eigentlich hätte Mayer den HCD für die kommenden Jahre von sämtlichen Torhüter-Sorgen befreien sollen. Doch weil er die Erwartungen nicht erfüllen konnte, zogen die Bündner nach nur einer Saison die Reissleine, holten Gilles Senn aus Übersee zurück und suchten einen Abnehmer für Mayer. Im Verlauf der Saison kam der Keeper bei den SCL Tigers unter.

Richtig glänzen konnte der 32-Jährige auch bei den Emmentalern nicht. 3,57 Gegentore pro Spiel im Schnitt und eine Fangquote unter 90 Prozent (89,42): Wahrlich kein Ruhmesblatt für Mayer, der damit den nur unwesentlich besseren Ivars Punnenovs (3,51 Gegentore, 90% Fangquote) nicht verdrängen konnte. Bleibt zu hoffen, dass er kommende Saison bei Genf-Servette zur alten Stärke zurückfindet.

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Aus dem Archiv: Mayer kassiert 2 Tore von der Mittellinie
Aus Sport-Clip vom 31.10.2021.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 38 Sekunden.

Das Powerplay und das Verspielen von Führungen bei Ambri

Mit ein Grund für das lange Zittern um einen Platz in den Pre-Playoffs war das schwache Powerplay der Leventiner. Nur gerade 13,47 Prozent der Überzahlsituationen wurden auch in ein Tor umgemünzt. Sogar Ajoie und die SCL Tigers waren erfolgreicher. Dabei spielte Ambri über 300 Minuten mit einem Mann mehr auf dem Eis (vierthöchster Wert in der Liga). Worin Ambri ebenfalls unerreicht war: Im Verspielen von Führungen. 15 Spiele wurden noch verloren, obwohl die Tessiner in Führung gelegen hatten. Dennoch reichte es dank einer Wahnsinns-Aufholjagd zu einem Happy End.

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Archiv: Ambri verspielt gegen Zug eine 4-Tore-Führung
Aus Sport-Clip vom 27.11.2021.
abspielen. Laufzeit 5 Minuten 11 Sekunden.

SRF zwei, National League Highlights, 14.03.2022, 22:15 Uhr;

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