Zum Inhalt springen

Header

Video
Raffainer: «Es ist meine Aufgabe, das jetzt aufzuarbeiten»
Aus Sport-Clip vom 14.03.2022.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 47 Sekunden.
Inhalt

Stimmen aus Bern und Ambri «Fehlende Breite, viele Verletzte: Ein zu billiges Argument»

Katzenjammer bei Bern und Hochstimmung in Ambri nach dem Showdown in der Regular Season. Für den SCB-Verantwortlichen Raeto Raffainer ist die Niederlage schwer zu schlucken.

Im Lager des SC Bern gab es nach dem abrupten Saisonende am Montagabend überhaupt nichts schönzureden. Das war allen klar. Entsprechend hart gingen die Protagonisten mit sich selber ins Gericht. Haudegen Tristan Scherwey betonte: «Wir haben es einfach nicht verdient. Fertig!»

Der 30-Jährige verwies nochmals auf das eigentlich komfortable Polster, das die «Mutzen» auf der Zielgeraden des Qualifikations-Schlussspurts in der National League im Direktvergleich mit Ambri gehabt hatten. Im Fight um den 10. Rang und das letzte Pre-Playoff-Ticket gehen nun gleichwohl die Leventiner als Sieger hervor.

Hart gesagt sind wir über 4 Jahre kontinuierlich schlechter geworden.
Autor: Simon Moser SCB-Captain

«Wir leben noch», entgegnete aus der Ferne ein frohlockender Luca Cereda, der «Biancoblù»-Coach. Und er platzierte gleich die nächste Kampfansage: «Wir werden nun alles daran setzen, um Lausanne das Leben so schwer wie möglich zu machen.»

Absturz, bis es nicht mehr weiter geht

Zurück im Lager der Verlierer: Dort sass beim Berner Captain Simon Moser der Stachel ausserordentlich tief. Das Spiel gegen Lausanne (1:4) habe es aufgezeigt, «wir sind wie schon die ganze Saison über einfach nicht konstant genug». Er sah eine ordentliche Leistung im 2. Drittel. «Einfach die Goals gingen nicht rein, im 3. Abschnitt agierten wir dann aber wieder viel zu offen.»

Moser rekapitulierte nochmals: «Hart gesagt sind wir über 4 Jahre kontinuierlich schlechter geworden. Jetzt sind wir am Tiefpunkt angelangt, ich hoffe es jedenfalls. Und der Flug dorthin war sehr bitter.»

Video
Moser: «Frust und Leere, das macht mich sprachlos»
Aus Sport-Clip vom 14.03.2022.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 37 Sekunden.

Ambri und der Kniff mit dem kleinen Bild

Raeto Raffainer knüpfte an Mosers Eindruck an. Er, der seit Anfang 2021 als «Chief Sport Officer» wirkt, sprach von 3 Jahren in Folge, in denen sein Team eine durchzogene bis schlechte Regular Season absolviert habe. «Das haben unsere Fangemeinschaft und Organisation einfach nicht verdient.»

Schon seit August erlebte er das Schaffen der Hauptstädter als Knorz. «Dass wir das nun mit fehlender Breite und zu vielen Verletzten entschuldigen würden, ist einfach zu billig.» Allzu weit mochte Raffainer noch nicht vorausblicken. Aber er versprach: «Es ist nun meine Aufgabe, das Ganze aufzuarbeiten.»

Nochmals Szenenwechsel: In Ambri erlaubt Cereda seinen Schützlingen ausnahmsweise, auch bis nach Mitternacht auf das Etappenziel anzustossen. Und Dario Bürgler kennt den Grund, weshalb es für ihn und seine Teamkollegen doch noch «perfekt aufgegangen» sei. «Wir haben das Bild stets klein gehalten. Unsere Denkweise war, Spiel für Spiel zu gewinnen.» Gross ist nun das Verdienst.

Video
Bürgler: «La Montanara gibt mir Gänsehaut»
Aus Sport-Clip vom 14.03.2022.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 28 Sekunden.

SRF zwei, sportlive, 14.03.2022 19:30 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

12 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Reini Styger  (stygersson)
    Raffainer und Lundskog in Frage stellen? Das ist der falsche Weg! Ersterer überzeugte, bevor er nach Bern kam. Lundskog war zwar noch nie Head Coach, stellte aber ein Puzzleteil beim HC Davos dar. Er verfügt über grosses Wissens, das er sich während vieler Jahre in Göteborg beim Serienmeister und mehrfachen CHL-Gewinner Frölunda aneignete. Nur ist dieser Level bei vielen Schweizer Spielern v.a. mit auslaufenden Verträgen zu hoch. Die Resultate gegen schwedische Teams lügen nicht (Ausnahme ZSC).
  • Kommentar von Markus Schaub  (Markus Schaub)
    1987 konnte der SCB am grünen Tisch aufsteigen, nur weil es der SCB war. Ohne sportliche Aufstiegsspiele, nur weil Arosa aus geldnot freiwillig abstieg. Das war eine sportliche vetternwirtschaftliche Schindluderei. Kein anderer Klub hätte so aufsteigen dürfen. Und nun profitiert der SCB davon, dass es covidbedingt keinen Absteiger gibt. Daher: Nicht jammern, SCB! Du hättest einen sportlichen Abstieg in die Swiss Ligue mehr als verdient, zusammen mit Langnau und Ajoie.
  • Kommentar von Markus Schaub  (Markus Schaub)
    Nun hat es eine sportliche Gerechtigkeit gegeben. Mitten in der letzten Saison machte M. Lüthi einen intelligenten, genialen Schachzug und schuf eine Stelle, welcher R. Raffainer nicht ausschlagen konnte. Er wechselte vom HCD zum SCB und nahm für diese Saison auch noch Lundskog als Trainer und einige andere Spieler mit, bediente sich die SCB-Führung an HCD-Spielern. Das ist unfair. Nun ist diese Rechnung nicht aufgegangen. Es geschieht dem SCB recht, auch wenn mir die SCB-Fans leid tun.