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Büsser: «Die Maske wurde zu nass und erschwerte die Atmung»
Aus Sport-Clip vom 14.08.2020.
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Suche nach Lösung hat begonnen Masken oder Plexiglas: Was schützt die Spieler am besten?

Nicht nur die Zuschauer, auch die Spieler sollen während den Partien vor Ansteckungen geschützt sein. Geeignete Massnahmen zu finden ist jedoch schwierig.

Es war ein bizarres Bild am Donnerstagabend in der St. Galler Kantonalbank Arena. Im Vorbereitungsspiel zwischen den Rapperswil-Jona Lakers und den ZSC Lions trugen die Teams während dem 1. Drittel testweise eine Stoffmaske.

Auf der Spielerbank galt es, die Maske über Mund und Nase zu ziehen. Bei Einsätzen auf dem Eis durften die Spieler die Maske unters Kinn klemmen. Die Idee dahinter: Corona-Ansteckungen auf der Bank zu vermeiden.

Initiant der Aktion war ZSC-Teamarzt Gery Büsser. Doch das Fazit nach dem Masken-Test fällt ernüchternd aus. «Die Massnahme hat sich nicht bewährt. Die Maske wurde zu nass und erschwerte die Atmung», so Büsser.

Spielerbank als Infektionsort

Einen Versuch war es dennoch wert: «Wir haben es mal probiert, aber jetzt müssen wir etwas anderes finden.» Die Idee mit der Maske ist also bereits wieder gestorben. Auch Ligadirektor Denis Vaucher bestätigt, dass Masken keine Option seien.

Klar ist: Die Klubs und die Liga sind bestrebt, Schutzmassnahmen auch für die Spieler zu testen. «Man sitzt auf der Bank eng beieinander. Diese Enge müssen wir unterbrechen», erklärt Büsser. Gelingt das, könnten bei einer allfälligen Ansteckung eines Spielers die Quarantäne-Massnahmen reduziert werden – sprich: nicht alle Spieler eines Teams müssten in Selbstisolation.

Medizinische Kommission testet Massnahmen

Bei der Findung von geeigneten Massnahmen steht die medizinische Kommission des SIHF im Fokus, deren Mitglied auch Büsser ist. Die Kommission sucht nach Lösungen und präsentiert diese der Liga. Deren Aufgabe ist es dann, die Massnahmen mit den kantonsärztlichen Behörden zu prüfen.

Die Patentlösung haben wir noch nicht. Die Zeit ist knapp. Wir versuchen einfach Dinge und schauen, ob sie sich bewähren. Aber wir sind sicher, wir finden etwas.
Autor: Gery BüsserTeamarzt ZSC Lions

Nach dem Verwurf der Masken-Idee geht es nun darum, weitere Schutzmassnahmen zu prüfen. Büsser zählt zwei Möglichkeiten auf: eine Verlängerung der Spielerbank oder Plexiglas-Scheiben zwischen den Spielern.

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Büsser über weitere mögliche Schutzmassnahmen
Aus Sport-Clip vom 14.08.2020.
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4 Kommentare

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  • Kommentar von Hubert Glauser  (hubiswiss)
    Die Eishockey Saison ist herausfordernd mit dem Coronavirus durchzuführen.
    Dazu kommt dass Eishockey eine Vollkontakt-Sportart ist und in einer Halle stattfindet. Ich bin Mal gespannt ob die Zuschauer wirklich die Masken tragen werden über 2 - 3 Stunden. Sich mich einer Maske über längere Zeit zu unterhalten ist recht mühsam. In der Theorie klingt immer alles gut wie es dann in der Praxis läuft weiss man erst später.
    1. Antwort von Regula Schnetzer  (Gwundernase)
      Variante dazu für die Zuschauer: keine Spiele mit Zuschauer! So einfach ist das. Leider.... Als Fans müssen sie dieses Opfer bringen um ihre Lieblinge spielen zu sehen. Es gibt wohl Schlimmeres als eine Maske vor Mund und Nase während 2-3 Stunden.
  • Kommentar von Franco Caroselli  (FrancoCaroselli)
    Plexi Vollvisier
    Wie in Junioren Zeiten 90er
  • Kommentar von Samuel Nogler  (semi-arid)
    Die Masken haben sich nur bei den Goalis bewährt. Sie tragen diese schon seit Jahrzehnten leidenschaftlich.