In den vergangenen Jahren waren die ZSC Lions in der National League jeweils Titelfavorit Nummer 1 gewesen – und lösten diese Vorschusslorbeeren in den letzten beiden Saisons mit dem Meistertitel auch ein. Heuer läuft noch nicht alles perfekt, oder wie es Trainer Marco Bayer ausdrückt: «Eine unruhige Saison mit Hochs und Tiefs.»
Das am Ende knappe Erreichen der Top 4 (dank einem 2:0-Sieg in der letzten Runde bei den Tigers) wertet der 53-Jährige als Erfolg. Zumal die Lions damit auf den letzten Drücker sicherstellten, vor dem ersten Playoff-Gegner Lugano klassiert zu sein und die Viertelfinal-Serie am Samstag zu Hause beginnen dürfen.
In den bisherigen Saison-Duellen mit Lugano liegt der ZSC mit 3:1 Siegen vorne. Die Zürcher dürfen also mit breiter Brust in den Playoff-Klassiker gehen, Bayer sagt auch: «Es hilft, zu wissen, dass man sie schlagen kann.»
Trotzdem ist der ehemalige Verteidiger auch gewarnt. «Ich erwarte eine lange, ausgeglichene Serie. Aber wir sind sicher heiss und bereit.»
Zwei gewichtige Rückkehrer
Seit Februar 2026 dürfen die Lions wieder auf die Dienste von Juho Lammikko zählen. Der robuste Flügel brach sein bereits drittes NHL-Abenteuer (diesmal bei New Jersey) ab und kehrte nach Zürich zurück – er wird in den Playoffs «ein entscheidendes Puzzleteil» (Bayer) sein.
Pünktlich auf die heisse Phase in der National League ist auch Denis Malgin zurück. Der wirblige Stockkünstler hatte sich an den Olympischen Spielen in Mailand an der Schulter verletzt und ist seither ausgefallen – kehrt aber nun zur Freude seines kongenialen Linienpartners Sven Andrighetto zurück. «Jeder Rückkehrer ist wichtig für uns. Die letzten Tage waren optimal, um kleinere Verletzungen auszuheilen – jetzt sind wir bereit.»