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ZSC-Routinier als Skorer Baltisbergers Qualitäten sind wieder gefragt

Die Eiszeit von Chris Baltisberger hat bei den ZSC Lions in den letzten Jahren stetig abgenommen. Gleichwohl ist er in den Playoffs bislang ein Schlüsselspieler.

Eishockeyspieler beim Torjubel, nahe Torwart im gelben Trikot.
Legende: Er hat es wieder getan Chris Baltisberger konnte HCD-Keeper Sandro Aeschlimann in zwei Spielen schon dreimal bezwingen. Keystone/ CLAUDIO THOMA

Auf Chris Baltisberger ist in den Playoff-Halbfinals bislang Verlass. In Spiel 1 in Davos schoss der Stürmer der 4. ZSC-Linie zwei Tore (gleichwohl verloren die Lions), am Montag im 2. Duell erzielte der 34-jährige Routinier in der 46. Minute den «Game-Winner». Baltisberger tat dies in der Swiss Life Arena in seiner unnachahmlichen Art: Im Slot behauptete er sich robust und beförderte den Puck im Nachschuss ins Tor.

Qualitäten wie Nachschüsse, Ablenker oder kernige Checks sind in den Playoffs gefragt. Dies alles liefert Baltisberger, der mit den ZSC Lions schon fünfmal Meister geworden ist. Das Zürcher Urgestein hat zwar längst nicht mehr die tragende Rolle wie beispielsweise noch beim Titelgewinn 2018 inne. Doch in der «Crunch Time» der Saison kann er noch immer den Unterschied ausmachen.

Seine Eiszeit ist halbiert worden

Wer wissen will, wie sich das Standing von Baltisberger bei den Lions in den letzten Jahren verändert hat, braucht nur einen Blick auf seine Eiszeiten bei den letzten drei Meistertiteln des ZSC zu werfen. 2017/18 kam der Flügelspieler in der Regular Season auf stolze 17:18 Minuten Einsatzzeit im Schnitt. 2023/24 waren es noch 11:27 Minuten, in der Vorsaison dann noch 10:33 Minuten.

In der abgelaufenen Quali betrug Baltisbergers Wert gar nur noch 09:15 Minuten, dieser wurde in den Playoff-Viertelfinals gegen Lugano nochmals unterboten (08:12 Minuten). «Wichtig ist, dass man trotzdem an sich glaubt und überzeugt ist, etwas bewirken zu können. Mein Fokus liegt auf meiner Energie und meiner Haltung – egal, wie viel ich spiele», sagte Baltisberger am Samstag in Davos und fügte an: «Wenn man seinen Job gut macht, wird man auch mit Eiszeit belohnt.»

Das scheint ZSC-Trainer Marco Bayer ähnlich zu sehen. Am Montag liess er Baltisberger über zehn Minuten auf dem Eis – in jüngerer Vergangenheit eine Seltenheit. Sein Schützling zahlte das Vertrauen mit dem vorentscheidenden 2:1 zurück.

Ein Spezialist für Ablenker

Im Gegensatz zu seinem Bruder Phil, der die Lions 2024 verliess, um bei den Tigers eine grössere Rolle einnehmen zu können, blieb Chris Baltisberger den Zürchern immer treu. Zuletzt verlängerte er Ende Februar seinen Vertrag um eine weitere Saison bis zum Ende der Spielzeit 2026/27.

Dass Baltisberger – wie bei seinem 1. Goal in Davos – viele seiner Tore per Ablenker im Slot erzielt, ist kein Zufall. Er trainiert diese nicht nur im Winter auf dem Eis intensiv, sondern auch im Sommer mit einer Tennis-Ballmaschine.

Das nächste Mal werden Baltisbergers Qualitäten am Mittwoch im 3. Duell mit dem HCD gefragt sein. Gut möglich, dass Coach Bayer die Eiszeit des Vorkämpfers noch einmal nach oben schraubt.

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SRF zwei, Sportflash, 7.4.26, 00:10 Uhr ; 

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