- Die Schweiz verliert das 2. Spiel im Rahmen der Euro Hockey Tour in Budweis (CZE) gegen Finnland mit 3:5.
- Es ist 2 Tage nach der 1:8-Klatsche gegen Schweden der nächste Rückschlag.
- Immerhin reagiert das Team von Trainer Jan Cadieux dabei auf einen 0:5-Rückstand.
- Am Sonntag folgt das Abschlussspiel gegen Gastgeber Tschechien.
Nach der ersten Viertelstunde war die Schweiz so richtig im Spiel angekommen und drückte gegen Finnland gar leicht auf die Führung. So scheiterte beispielsweise Théo Rochette vor dem offenen Tor nur knapp am Pfosten (17.). Doch ab da passte plötzlich nichts mehr zusammen beim Team von Trainer Jan Cadieux.
Nur 79 gespielte Sekunden später stand es 2:0 für den Olympia-Dritten. Die Schweizer liessen sich dabei doppelt düpieren:
- 18. Minute: Fabian Heldner vertändelt hinter der eigenen Grundlinie den Puck. Der junge Aatu Räty spielt Teamkollege Patrik Puistola vor dem Schweizer Tor mustergültig per Backhand frei, Puistola trifft zum 1:0.
- 18. Minute: Die noch etwas geschockten Schweizer sind unsortiert, die Finnen rollen an. Am Ende reagiert Räty nach einem Abpraller bei Goalie Stéphane Charlin am schnellsten und macht den Doppelschlag perfekt.
Zu diesem Zeitpunkt stand es 9:4 für die Schweiz, allerdings nur in der bedeutungslosen Torschussstatistik.
Loeffel und Suter zu passiv
Nach der 1. Pause ging es im gleichen Stil weiter. Die Finnen hatten auch bei den Toren von Sami Päivärinta (24.) und Valtteri Ojantakanen (27.) relativ leichtes Spiel. Vor dem 0:3 patzte Routinier Romain Loeffel mit einem Scheibenverlust, beim 0:4 war NHL-Crack Pius Suter nicht konsequent in der Defensivarbeit.
Kurz vor Spielhälfte wurde Charlin im Tor durch Kevin Pasche ersetzt. Dieser musste wenig später ebenfalls hinter sich greifen: Die Finnen waren auch in ihrem 1. Powerplay des Spiels durch Janne Kuokkanen (33.) erfolgreich.
Moy drückt, Malgin zaubert
Einer der wenigen Schweizer Lichtblicke vor der in 2 Wochen beginnenden Heim-WM war das Powerplay. In Überzahl konnte das Team von Trainer Jan Cadieux jeweils sehr gut Druck aufbauen. Auch der erste Treffer durch Ken Jäger fiel bei numerischer Überlegenheit – die Schweizer stocherten den Puck vereint über die Linie.
Den Schwung nahmen sie ins letzte Drittel mit und starteten wie die Feuerwehr. Tyler Moy setzte bei seinem Treffer gleich doppelt nach und war von hinter dem Tor aus erfolgreich (41.), Denis Malgin spielte wenige Sekunden später seine Klasse aus und traf nach einem Dribbling per Backhand (42.) zum 3:5-Schlussstand.
Damit war die Rehabilitation für die 1:8-Klatsche gegen Schweden vom Donnerstag zumindest halb gelungen. Die 7. Niederlage in Folge und im 8. Spiel im Rahmen der Euro Hockey Tour konnte die Schweiz aber nicht abwenden.
So geht es weiter
Zum Abschluss der Euro Hockey Tour messen sich die Schweizer am Sonntag mit Gastgeber Tschechien. Die Partie sehen Sie ab 16:00 Uhr live auf SRF zwei und im SRF-Stream.