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National League Bücher oder Kinesiologie? Wie der HCD aus dem Tief findet

Nach zwei Niederlagen gegen den SC Bern steht Davos im Playoff-Halbfinal schon massiv unter Druck. Doch HCD-Coach Arno Del Curto hat einige besondere Tricks auf Lager, wie die Vergangenheit gezeigt hat.

Legende: Audio «Motivationstricks in Davos (Radio SRF)» abspielen. Laufzeit 2:01 Minuten.
2:01 min

Wie findet der HC Davos in der Serie gegen den SCB auf die Erfolgsschiene zurück? Am spielerischen Können liegt es nicht. Vielmehr macht das Mentale das Extra-Prozent aus, das über Sieg oder Niederlage entscheiden kann.

Weil in den Playoffs seitens der Klubs das grosse Schweigen herrscht, ist über die aktuellen psychologischen Massnahmen von Coach Arno Del Curto nichts bekannt.

Das «gescheite Buch»

Etwas gesprächiger sind ehemalige HCD-Spieler. Etwa der Ur-Davoser Beat Equilino, heute Presseverantwortlicher bei den Kloten Flyers: «Wenn sich ein Spieler im Loch befand, hat es Arno geschafft, ihn da rauszuholen, sei es mit einem gescheiten Buch, Musik oder Einzelgesprächen», erinnert sich der 44-Jährige.

Bisweilen setzte Del Curto auch auf ungewöhnliche Methoden. «Er gab mir den Tipp, es mit Kinesiologie zu versuchen. Das hat geklappt», so Equilino.

Tanz an der Bande

Ähnlich äussert sich der langjährige HCD-Captain Sandro Rizzi: «Er lässt einen nicht spüren, wenn man nicht sein bestes Hockey spielt. Vielmehr versucht er zu helfen, damit man da rasch herausfindet. Er hat meistens die richtigen Worte auf Lager.»

Del Curtos ist bei seinen Spielern glaubwürdig, weil er «24 Stunden» (Rizzi) bzw. «100 Prozent für's Eishockey lebt» (Equilino) – vor, nach und während den Spielen. «An der Bande sieht es so aus, als würde er turnen oder tanzen», meint Rizzi. «Aber er will das Team nach vorne bringen.»

Sendebezug: Radio SRF 3, 22.3.16, Morgenbulletin

HCD-SCB auf SRF zwei

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SRF zwei überträgt Spiel 3 am Dienstag live ab 20:00 Uhr. Auch im Livestream und Radio SRF können Sie die Partie mitverfolgen.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Reini Styger, 8572 Berg TG
    An sich wäre es höchste Zeit, wenn sich Eishockey durchsetzt. Es kann ja nicht sein, dass der SCB in der Qualifikation in höchster Not mit negativem Tor- und Spiel-/Punkteverhältnis, als Champions-League-Punktelieferant einen äusserst schlechten Eindruck auf die Schweiz erweckt, mit unbezahlbaren Luxusverträgen der Konkurrenz die Spieler abluchst (Genoni, Blum, Moser, Gardner etc.), sogar noch in den Final vorstösst. Biederes Handwerk u.a. Rüfenacht, Berger usw.! Gute Nacht Schweizer Eishockey.
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    1. Antwort von C. Walther, Bern
      Ich sehe das Problem nicht. Das Hockey setzt sich eben durch. Bern war in den ersten beiden Spielen deutlich besser. Punkt. Das mit den Luxusverträgen: Schon mal das Kader des ZSC oder Lugano studiert? Meinen Sie echt Damien Brunner spielt für ein Trinkgeld in Lugano? Haben Sie das Gefühl, dass ein Ambühl oder Du Bois keinen schönen Lohn hat bei Davos? P.S. Gardner spielt nicht mehr bei Bern. Bei Moser bestand sogar die Chance, dass er sich in der NHL durchsetzen könnte.
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