Im neuesten «Power Ranking» des Eishockey-Weltverbandes IIHF für die laufende WM ist Kanada auf Rang 1 vorgestossen. Und auch bei den Wettbüros wird der Rekordweltmeister als grösster Gold-Favorit geführt.
Nur auf Basis der bisherigen Leistungen des Teams von Headcoach Misha Donskov? Oder spielen Palmarès und die grossen Spielernamen doch eine Rolle?
Kanada bislang ungeschlagen
Fakt ist: Kanada, 2023 letztmals Weltmeister, hat sämtliche 8 Partien in der Freiburger BCF-Arena gewonnen und blieb beim 4:0 im Viertelfinal vom Donnerstag gegen den – an dieser WM allerdings enttäuschenden – Erzrivalen USA ungefährdet.
Mit Macklin Celebrini und Sidney Crosby haben die «Ahornblätter» den zweitbesten Torschützen und den besten Assistgeber in ihren Reihen.
Halbfinalgegner Finnland könnte allerdings ein hart zu knackender Gegner sein. Der von Florida-Center Aleksander Barkov angeführte Weltmeister von 2022 wird bei der IIHF auf Rang 2 geführt, bei den Wettquoten als 3. hinter der Schweiz.
Finnland überzeugte im Viertelfinal
Es ist nicht auszuschliessen, dass bei der einzigen Niederlage der Finnen, im letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz, unbewusst die Viertelfinalkonstellation (Schweden oder Tschechien als Gegner?) mitspielte. Gegen die Tschechen machten die Finnen jedenfalls früh alles klar. Und sie haben den (kleinen) Vorteil, die Swiss Life Arena bereits gut zu kennen.
Obwohl bei Finnland auch die National-League-Spieler (insgesamt 8 im Kader) mithielten, könnte die grössere NHL-Power Kanadas den Ausschlag geben. Auf der Goalieposition weist Kanadas Jet Greaves mit 94,4 Prozent gehaltenen Schüssen ebenfalls eine etwas bessere Quote auf als Justus Annunen (92,3 %).