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Eindrücke von vor Ort Von A bis Z: Die silberne Heim-WM in der Rückblende

Die Heim-WM in Zürich und Freiburg ist Geschichte. Es war ein einziges Hockey-Fest, wenn auch eines ohne Happy End.

Ambiance: Was bei den Schweizer Spielen in der Swiss Life Arena stimmungsmässig abging, ist schwer in Worte zu fassen. Es dauerte im Eröffnungsmatch gegen die USA nur 123 Sekunden, bis der Funke auf die Zuschauerinnen und Zuschauer übersprang.

Bunt: Ihren Teil zur friedlichen und feierlichen Stimmung im und um die Arena trugen auch die angereisten Fans aus dem Ausland bei. In Zürich besonders aufgefallen sind die Gäste aus Österreich.

Cooly: Ob auf den Tribünen, in der Fanzone oder auf dem Eis: Das WM-Maskottchen war allgegenwärtig. Die beliebte Plüschkuh zauberte Jung und Alt ein Lächeln auf das Gesicht.

Draisaitl: Ihren NHL-Star hätten die Deutschen gut gebrauchen können. Das DEB-Team verschlief den Turnierstart komplett und ging unter anderem gegen die Schweiz mit 1:6 unter.

Energie: Diese schwappte von den Rängen auf die Schweizer Spieler auf dem Eis – und wieder zurück.

Fanzone: Am finalen Wochenende war das Public-Viewing-Zelt zwei Minuten nach Öffnung schon voll. Noch vor dem Matchbeginn erreichte auch das gesamte Fanzonen-Areal die maximale Kapazität von 10'000 Personen.

Genoni: Der «ewige» Schweizer Rückhalt. Mit 12 WM-Shutouts nahm er das Heim-Turnier in Angriff. Mit Nummer 13 gegen Österreich avancierte er zum alleinigen Rekordmann und baute die Bestmarke in der Folge noch auf 15 aus.

Hit: Der Open-Ice-Hit von Timo Meier im Viertelfinal gegen Oskar Sundqvist brachte die Schweden in Rage. Der Devils-Stürmer verpasste den Halbfinal gesperrt.

Indigniert: So zeigte sich Jan Cadieux im Halbfinal gegenüber Petter Thoresen. Der Schweizer und der norwegische Coach lieferten sich kurz vor Schluss ein Wortgefecht.

Josi: Der Leuchtturm der goldenen Nati-Generation. Ein Leader auf und neben dem Eis. Es ist ein Genuss, dem Nashville-Captain auch im Alter von 36 Jahren noch zuzusehen.

Klassenfahrt: Bis zum Viertelfinal-Aus beschlich einem das Gefühl, dass die US-Amerikaner eher auf Exkursion in der Schweiz sind und nicht, um seriöses Eishockey zu spielen.

Line-up: Cadieux nahm über das gesamte Turnier nur wenige Änderungen in der Aufstellung vor. Pius Suter verpasste vier Gruppenspiele und den Viertelfinal verletzt, gab im Halbfinal aber sein Comeback.

Mannschaftsgedanke: Die Nati ist gespickt mit NHL-Stars. Doch keiner aus dem 25-Mann-Kader nahm sich selbst zu wichtig. Jeder stellte sich in den Dienst der Mannschaft. Dies Tag für Tag zu beobachten, war eindrucksvoll.

Nostalgie: Wer in irgendeiner Weise Teil dieser WM war, wird in ein paar Jahren zurückblicken und sich denken: «Das war richtig g***!»

Ohrwurm: Insgesamt 48 Mal hallte der Schweizer Goalsong durch die Swiss Life Arena. Auch ausserhalb des Stadions war die Melodie von «Richi» immer wieder zu hören.

Prachtswetter: Der Start war meteorologisch gesehen wacklig, doch die Wolken verzogen sich bald und der Sommer hielt Einzug. Verabschiedet wurde die WM nicht nur resultat-, sondern auch wettertechnisch düster.

Qualität: Mit Sidney Crosby, Matthew Tkachuk oder Aleksander Barkov gaben sich in der Schweiz drei der aktuell grössten NHL-Cracks die Ehre – Olympia-Jahr hin oder her.

Rot-Weiss: Egal ob rechts, links, oben oder unten.

Starting Six: Im Verlauf des Turniers wurde es zum Ritual, dass grosse Schweizer Persönlichkeiten aus Sport und Musik in der Nati-Kabine die Start-Formation präsentierten. Christian Marti staunte nicht schlecht, als plötzlich Roger Federer auftauchte.

Torneró: Ein italienischer Klassiker der Band I Santo California aus dem Jahr 1974, der auch als Fangesang im Eishockey-Stadion ein Genuss ist.

Unterhaltung: Wenn einen das Geschehen auf dem Eis mal nicht von den Sitzen haute, bot der Videowürfel eigentlich immer Ablenkung.

Volunteers: Ohne sie würde nichts gehen. An den beiden Standorten Zürich und Freiburg sorgten knapp 2000 Freiwillige dafür, dass alles reibungslos vonstatten ging.

W. Nuss vo Bümpliz: Die inoffizielle Nati-Hymne an der Heim-WM. Von Nico Hischier initiiert, sorgte der Hit von Patent Ochsner ab dem 3. Gruppenspiel jeweils für DEN Gänsehaut-Moment schlechthin. Nach dem verlorenen Final blieb die W. Nuss leider stumm.

X-Faktor: Nicht nur die Nati, auch die Schweizer Fans hätten Gold verdient gehabt.

Youngster: Viele junge Spieler durften sich in Zürich und Freiburg erstmals auf der WM-Bühne präsentieren. Der Treffer des 18-jährigen Schweden Ivar Stenberg schafft es bestimmt in jeden Highlight-Clip.

Zürich: Vonseiten der teilnehmenden Teams und den ausländischen Medienschaffenden war ausschliesslich Gutes über die Co-Gastgeberstadt zu vernehmen. Kein Wunder, die Limmatstadt hat einiges zu bieten.

Special zur Eishockey-WM 2026

SRF zwei, Sportlive, 31.05.2026, 19:00 Uhr

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