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Erster WM-Gegner der Schweiz USA: Mit Talent en masse, aber noch ohne Superstar

Die USA sind im Eishockey aktuell das Mass aller Dinge. In der Schweiz soll eine Mischung aus jung und erfahren den WM-Titel verteidigen.

Ryan Leonard.
Legende: Hat in der NHL auf Anhieb den Durchbruch geschafft Ryan Leonard von den Washington Capitals. Imago Images/Udo Hermann

An Selbstbewusstsein (oder positiver Arroganz) mangelte es den US-Amerikanern kaum einmal. Egal ob bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften, nur Gold war und ist für die Vereinigten Staaten gut genug.

Besonders in diesem Jahrtausend spiegelten sich die hohen Erwartungen aber nicht mit der Realität. Die USA scheiterten Mal um Mal beim Versuch, aus dem Schatten Kanadas zu treten – bis zu diesem Jahr.

Mit dem Sieg gegen den Erzrivalen in einem denkwürdigen Olympiafinal in Milano hievten sich die US-Amerikaner endgültig auf den Eishockey-Thron. Dies, nachdem sie vor einem Jahr in Stockholm mit einem komplett anderen Kader bereits an der WM triumphiert hatten – dank eines 1:0-Finalsiegs über die Schweiz.

Vom Jäger zum Gejagten

Dass USA Hockey gerade floriert, war in der vergangenen Altjahreswoche auch in der Schweiz spürbar. Die U.S. Collegiate Selects mischten den Spengler Cup gehörig auf, schafften es überraschend bis in den Final. Dort unterlag die mehrheitlich aus US-amerikanischen College-Spielern bestehende Auswahl Gastgeber Davos.

Nun, da sie es endlich an die Weltspitze geschafft haben, wollen die USA auch da bleiben. Ihre erste Mission als Gejagte ist die Titelverteidigung an der WM. Eine Mission, welche die US-Amerikaner ohne einen einzigen Weltmeister von 2025 und mit vorerst nur einem Olympiasieger von 2026 – und dieser ist noch nicht einmal in der Schweiz – in Angriff nehmen.

Tkachuk lässt sich Zeit

Dieser eine Spieler ist dafür ein absoluter Superstar in der NHL: Matthew Tkachuk. Für viele Experten in Übersee kam die Zusage des 28-Jährigen sehr überraschend, vor allem in einem Olympia-Jahr. Tkachuk verpasste einen Grossteil der Regular Season verletzungsbedingt und kehrte erst kurz vor dem Olympia-Turnier zurück.

Matthew Tkachuk an den Olympischen Spielen.
Legende: Verhalf den USA in Milano zu Olympiagold Matthew Tkachuk. Imago Images/Daniel Lea

Nach dem Titel in Milano will es der zweifache Stanley-Cup-Champion der Florida Panthers auch an der WM wissen. Eine zusätzliche Motivation, nach Zürich zu kommen, ist für Tkachuk mit Sicherheit auch die Aussicht, in den illustren Triple Gold Club aufzusteigen – als insgesamt 31. Spieler.

Den Start der Weltmeisterschaft in der Schweiz – und damit auch das Duell mit der Nati am Freitag – verpasst Tkachuk jedoch. Der Flügelstürmer wurde jüngst zum ersten Mal Vater und wird erst am kommenden Dienstag in Zürich erwartet.

Live-Hinweis

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Verfolgen Sie den Schweizer WM-Auftakt gegen die USA am Freitag ab 20:00 Uhr live auf SRF zwei und in der SRF Sport App.

Auf Radio SRF 3 gibt es bei allen Schweizer Spielen regelmässige Liveschaltungen.

Viel Talent in der Offensive

Ohne Tkachuk fehlt den USA vielleicht eine Prise Extravaganz, spielerische Klasse ist aber zuhauf vorhanden. Sechs Erstrunden-Picks aus verschiedenen NHL-Drafts stehen im WM-Kader des Titelverteidigers, alle sind sie in der Offensive tätig. Einer davon ist Ryan Leonard. Der 21-Jährige sammelte in seiner «Rookie»-Saison in der NHL bei den Washington Capitals 45 Skorerpunkte in 75 Partien.

Nur auf junge Talente wollten die Verantwortlichen von USA Hockey aber nicht setzen. Erfahrene NHL-Rollenspieler wie Sam Lafferty, Mathieu Olivier oder Justin Faulk sollen für die richtige Balance sorgen.

US-Stimmen zum bevorstehenden WM-Duell mit der Schweiz

Eishockey-WM 2026

SRF zwei, Sportflash, 13.05.2026, 20:45 Uhr

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