Als sich Finnland und die Schweiz im Februar an den Olympischen Spielen in Mailand gegenüberstanden, fehlte auf beiden Seiten ein Schlüsselspieler. Sowohl Aleksander Barkov als auch Denis Malgin verpassten den Viertelfinal verletzungsbedingt. Die Finnen gewannen mit 3:2 nach Verlängerung und reisten später mit Olympiabronze um den Hals aus Italien ab.
Gemeinsame Zeit in Florida
Drei Monate später kommt es an der WM in der Schweiz erneut zum Duell zwischen Finnland und der Schweiz, dieses Mal aber mit Barkov und Malgin – sofern sie nicht wider Erwarten für die K.o.-Phase geschont werden. Denn im abschliessenden Vorrundenspiel in Zürich geht es «nur» noch um Platz 1 in der Gruppe A.
Malgin hat eine spezielle Beziehung zu Barkov. Als der Schweizer vor zehn Jahren als Teenager in sein erstes NHL-Abenteuer startete, nahm ihn der finnische Superstar in Florida unter seine Fittiche. Obschon Barkov zu jenem Zeitpunkt selber erst Anfang 20 war, gehörte er schon zu den tragenden Säulen der Panthers.
Allüren zeigte Barkov deshalb aber keine. Im Gegenteil, wie Malgin vor dem Wiedersehen am Dienstag an der Heim-WM schildert: «Er hat dafür gesorgt, dass ich mich damals schnellstmöglich in der neuen Umgebung wohl fühlen konnte. Ich durfte sogar sein Auto fahren, er hat es mir geliehen, bis ich selbst eins hatte.»
Barkov der Allrounder
Fragt man Malgin nach den Qualitäten von Barkov auf dem Eis, kommt der ZSC-Akteur kaum mehr aus dem Schwärmen heraus: «Er kann einfach alles», sagt Malgin. Und führt aus: «Er ist offensiv und defensiv stark und kann in allen Spielsituationen eingesetzt werden, auch in Unterzahl. Das macht ihn aus, er ist ein Allrounder.»
Während Malgins Zeit in Florida nach einem Trade zu Toronto im Februar 2020 endete, hat Barkov bei den Panthers in der Zwischenzeit Legenden-Status erlangt. Als Captain führte der mittlerweile 30-jährige Center Florida 2024 zum Stanley-Cup-Triumph und im Folgejahr zur erfolgreichen Titelverteidigung.
Obschon sich die Wege der beiden trennten, tauschen sich Malgin und Barkov hie und da noch aus, etwa über Social Media: «Ab und zu schicken wir uns gegenseitig Bilder auf Snapchat», erzählt der Schweizer. Bestimmt ergibt sich nach dem Spiel am Dienstag die Gelegenheit für einen kurzen Schwatz, um gemeinsame alte Zeiten wieder aufleben zu lassen.