Die anfängliche Enttäuschung über das Verpassen der NHL-Playoffs wich bei Jonas Siegenthaler Mitte April rasch der Vorfreude auf die bevorstehende Heim-WM. Doch der nächste Nackenschlag, im Fall des Devils-Verteidigers im wahrsten Sinne des Wortes, wartete schon um die Ecke.
Das war so, als hätte ich einen Magenbox kassiert.
Bereits seit längerer Zeit hatte sich Siegenthaler mit Beschwerden im Nackenbereich herumgeschlagen. Womit der 29-Jährige jedoch nicht rechnete: Die medizinische Abteilung in New Jersey stufte die Verletzung als akut ein und schloss eine WM-Teilnahme aus. «Als ich diese News von den Devils bekam war das so, als hätte ich einen ‹Magenbox› kassiert», schildert Siegenthaler.
OP «nach Plan verlaufen»
Der langjährige NHL-Akteur unterstützt die Nati beim Heimturnier in Zürich statt auf, nun halt neben dem Eis. Unter der Woche reiste Siegenthaler jedoch noch einmal nach Nordamerika, um sich einer Operation im Nackenbereich zu unterziehen.
Ich muss schon etwas aufpassen, dass ich nicht herumspringe.
Am Hals trägt der Zürcher ein gut sichtbares Pflaster, welches die Einschnitt-Stelle, oder zumindest eine davon, abdeckt. «Es ist alles nach Plan verlaufen. Nun muss ich es ruhig angehen und darf nicht zu viel machen», berichtet Siegenthaler.
Bei den Leistungen, welche die Schweiz bisher abliefere, sei das mit dem «Füsse stillhalten» gar nicht so einfach, schmunzelt Siegenthaler: «Ich muss schon etwas aufpassen, dass ich nicht herumspringe.»
Entscheid für die Zukunft
Eine WM-Teilnahme trotz anhaltender Nackenprobleme hätte die Fortsetzung von Siegenthalers Profi-Karriere gefährden können. Insofern war der chirurgische Eingriff alternativlos. Die Chancen stehen aktuell gut, dass die Devils zu Beginn der neuen NHL-Saison im Oktober wieder auf die Dienste von Siegenthaler zählen können.
Bis dahin dauert es aber noch eine Weile. Aktuell steht für den Defensivspezialisten die Erholung im Zentrum – und natürlich die Nati, welche Siegenthaler genau gleich wie auch die anderen beiden grossen Abwesenden Kevin Fiala und Andrea Glauser vor Ort supportet.