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Nach 7:0-Sieg im Halbfinal Gnadenlose Nati beendet Dänemarks Märchen und greift nach WM-Gold

  • Die Schweiz überfährt Dänemark im WM-Halbfinal in Stockholm mit 7:0.
  • Nino Niederreiter sticht mit zwei Toren aus einem erneut starken Nati-Kollektiv heraus.
  • Damit hat die Schweiz am Sonntag gegen die USA die nächste Chance auf den WM-Titel.

Das muss man sich zuerst einmal auf der Zunge zergehen lassen: Die Schweiz steht zum 2. Mal in Serie im WM-Final!

Im Vergleich zum Vorjahr, als im Halbfinal gegen Kanada in Prag die Nerven der Nati-Fans bis ins Penaltyschiessen strapaziert worden waren, war es in Stockholm gegen Dänemark fast schon ein «Spaziergang».

Schneller, härter, besser

Die Mannschaft von Patrick Fischer benötigte in ihrem ersten Spiel nach dem Transfer von Herning nach Stockholm überhaupt keine Anlaufzeit, im Gegenteil: Sie machte in Schweden da weiter, wo sie in Dänemark aufgehört hatte.

Mit konsequentem Forechecking überforderten die Schweizer die Dänen von der 1. Minute an. Das permanente Nachsetzen im gegnerischen Drittel trug dann auch schnell Früchte:

  • 10. Minute: Die Linie um Kevin Fiala, Andres Ambühl und Nino Niederreiter läuft die Gegner müde. Schliesslich bringt Janis Moser den Puck in den Slot, wo Niederreiter die Scheibe mit dem Bein ins Tor ablenkt – 1:0.
  • 13. Minute: Simon Knak gewinnt hinter dem dänischen Tor den Puck und spielt diesen sofort in den Slot, wo Ken Jäger einschussbereit ist. Der Lausanner trifft die Scheibe nicht wie gewünscht, doch via Gegenspieler Markus Lauridsen kullert der Puck über die Linie – 2:0.
  • 18. Minute: Nach einem gewonnenen Bandenduell ist im Powerplay plötzlich viel Platz da. Denis Malgin kommt frei zum Abschluss. Seinen Versuch kann Frederik Dichow noch parieren, doch Niederreiter versenkt den Abpraller – 3:0.

Trotz deutlicher Führung nie nachgelassen

Nach dem Startdrittel war der Halbfinal bereits vorentschieden. Trotzdem zeigten die Schweizer mit den chancenlosen Dänen keine Gnade. In der Schlussphase des Mittelabschnitts beseitigte Malgin mit einem Prachtstor zum 4:0 die allerletzten Zweifel über den Ausgang des Spiels. Für den ZSC-Stürmer war es nach 10 Assists der 1. Turnier-Treffer.

Die finalen Minuten verkamen zum Schweizer Schaulaufen. Sandro Schmid (45.), Damien Riat (53.) und Tyler Moy (54.) reüssierten auch noch und machten das Schützenfest perfekt.

Genoni egalisiert Rekord

Nicht nur die Schweizer Feldspieler verdienten sich im Halbfinal Bestnoten, sondern – einmal mehr – auch Leonardo Genoni. Der 37-jährige Goalie wehrte alle 17 Schüsse auf seinen Kasten ab und hielt somit zum bereits 4. Mal (!) an der laufenden WM die Null.

Mit seinem insgesamt 12. WM-Shutout egalisierte Genoni zudem den Allzeit-Rekord des Tschechen Jiri Holecek.

So geht’s weiter

Die Schweiz steht nach 2013, 2018 und 2024 zum insgesamt 4. Mal in diesem Jahrhundert im WM-Final. In den bisherigen drei Anläufen musste sich die Nati immer mit Silber begnügen. Sind am Sonntag aller guten Dinge vier?

Das Fischer-Team hat nun knapp 24 Stunden Zeit, sich zu erholen und auf die USA vorzubereiten. Die Nordamerikaner schalteten im ersten Halbfinal Co-Gastgeber Schweden überraschend deutlich mit 6:2 aus. Der Puckeinwurf zum Final erfolgt um 20:20 Uhr.

Eishockey-WM 2025

SRF zwei, Sportlive, 24.05.2025, 18:00 Uhr

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