Viel wurde geschrieben vor dem WM-Viertelfinal der Schweiz. Ausgerechnet Schweden, der «Angstgegner», könnte das Märchen am Heim-Turnier beenden. Und tatsächlich hatte die Nati zu Beginn der Partie Schwierigkeiten, geriet gar das erste Mal an dieser WM in Rückstand.
Doch dann bewies das Team einmal mehr, was es so stark macht: Der unbändige Zusammenhalt, der grossartige Wille und der Mut, aktiv nach vorn zu gehen. Der Lohn war die verdiente Wende zum 3:1 und der Halbfinal-Einzug.
Auch Trainer Jan Cadieux strich den Charakter der Mannschaft heraus: «Dieses Team hat ein unglaubliches Mindset. Wir haben gewusst, dass auch harte Momente kommen werden. Wir waren bereit für das.» Dass nun auch Schweden endlich geschlagen wurde, war für den 46-Jährigen nebensächlich: «Es ist egal, gegen wen wir spielen. Da haben nur die Journalisten eine grosse Geschichte daraus gemacht.»
Das Team im Mittelpunkt
Torschütze Denis Malgin sprach nach der Partie zuerst das gute Teamgefüge an: «Wir gehen füreinander, wir stehen füreinander auf, wir blocken Schüsse füreinander. Dazu kommen noch unsere Fans – es macht nur Spass.» Mit seinem Treffer zum 2:1 hatte der ZSC-Stürmer das Spiel für die Schweiz in die richtigen Bahnen gelenkt.
Malgin erklärte weiter, dass die Nati einfach ihr Spiel durchziehen wolle, egal wer als Gegner auf dem Eis stehe. «Wir wissen, dass wir jede Mannschaft schlagen können. Das ist ausschlaggebend.»
Federer stimmt die Spieler ein
Eine spezielle Situation gab es für die Spieler bereits vor der Partie. Die Startaufstellung in der Kabine wurde von keinem Geringeren als Roger Federer verlesen. Das Tennis-Ass, das die Partie anschliessend mit Fan-Schal auf der Tribüne verfolgte, machte die Spieler zusätzlich heiss.
Auch Christian Marti war beeindruckt von Federer: «Ich habe ihn zum ersten Mal live gesehen, das ist dann schon noch einmal eine andere Liga.» Da drückte auch der Fan ihn Marti durch: «Ich fands geil, da hätte ich gleich durch eine Wand rennen können.»