Zum Inhalt springen

Niederlage nach Penaltys Starke Schweizer gegen Tschechien im Pech

  • Obwohl die Schweiz lange in Front lag, verliert sie gegen Tschechien 4:5 nach Penaltyschiessen.
  • Damit kassieren die Schweizer im 3. WM-Spiel die 1. Niederlage, punkten aber zum 3. Mal.
  • Am Mittwoch trifft die Nati in Kopenhagen auf die noch sieglosen Weissrussen.

Es war eine emotionale Achterbahnfahrt, welche die Schweizer Nati ihren Fans im 3. WM-Spiel in Kopenhagen bereitete. Die Partie gegen Tschechien bot Tore im Multipack, Aufholjagden, Schlägereien – aber am Ende fehlte der Nati die nötige Portion Glück.

Nur Repik verwertet seinen Versuch

Nachdem sich die Tschechen nach einem 1:3- und einem 2:4-Rückstand zurückgemeldet hatten, waren sie im Penaltyschiessen das glücklichere Team. Michal Repik traf als einziger der zehn Schützen und sicherte seinem Team den Zusatzpunkt.

Legende: Video Repik trifft, Hofmann nicht abspielen. Laufzeit 1:14 Minuten.
Aus sportlive vom 08.05.2018.

Den Sieg hätte indes auch die Schweiz verdient gehabt, die an dieser WM ihre bisher beste Leistung zeigte. Doch stattdessen kassierte das Team von Patrick Fischer im 3. Spiel die 1. Niederlage – immerhin gab es einen Punkt.

Drei Schweizer Tore im Powerplay

Gegen die Tschechen funktionierte auf Schweizer Seite erstmals auch das Powerplay. Nachdem sie in den ersten beiden Spielen in Überzahl nicht reüssiert hatten, brach Nino Niederreiter den Bann. Der NHL-Stürmer, der erneut durch seine Kampfstärke und seine Nehmerqualitäten beeindruckte, traf in der 14. Minute aus dem Slot.

Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Ambri-Spieler Dominik Kubalik (17.) läutete der Beginn des Mitteldrittels die beste Schweizer Phase ein. Grégory Hofmann traf nach mustergültigem Pass von Sven Andrighetto im Powerplay, 80 Sekunden später erhöhte Simon Moser im Zusammenspiel mit Joël Vermin auf 3:1.

Legende: Video Der Schweizer Doppelschlag gegen Tschechien abspielen. Laufzeit 0:57 Minuten.
Aus sportlive vom 08.05.2018.

Die Tschechen kamen rasch wieder bis auf ein Tor heran (25.), doch Niederreiter stellte den Zweitore-Vorsprung mit dem 3. Schweizer Powerplay-Tor des Abends zum 4:2 wieder her. Aber Tschechien, das im Startspiel gegen die Slowakei bis 10 Sekunden vor Schluss 1:2 in Rückstand gelegen und doch noch gewonnen hatte, steckte abermals nicht auf.

Vermin verschiesst Penalty

In der 35. Minute hatte der Favorit den Rückstand korrigiert. Nach dem 4:4 standen die Schweizer dem Sieg im Schlussdrittel mehrmals nahe. So auch, als Vermin in der 56. Minute zum Penalty anlaufen konnte. Doch der Berner scheiterte an Keeper Pavel Francouz. Im Penaltyschiessen wendete Repik das Blatt endgültig zugunsten der Tschechen.

Mit Meier gegen Weissrussland

Für die Schweiz geht es in Kopenhagen Schlag auf Schlag weiter: Am Mittwochnachmittag (ab 16 Uhr auf SRF zwei) steht das 4. WM-Spiel gegen Weissrussland, das nach 3 Spielen mit 0 Punkten dasteht, an. Erstmals mit von der Partie wird dann auch Timo Meier sein.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 8.5.2018, 20:00 Uhr

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von René Ruf (RenéR)
    Zum Erreichen der Viertelfinals ist 1 Punkt vs. Tschechien "gewonnen". Für eine Platzierung, besser als Rang 4 nach der Gruppenphase, ist die Niederlage im Penaltyschiessen ein verlorener Punkt. Tschechien als wahrscheinlicher direkter Konkurrent in jener Rangliste. Anmerkung: Nashville spielt am Donnerstag die "Belle". Nicht am Freitag wie im Studio erwähnt wurde.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Markus Schaub (Markus Schaub)
    Es sind die Spieler, welche spielen, nicht der Trainer. Dieser kann, wenn das Spiel einmal läuft, nicht mehr viel Einfluss nehmen. NUR: Im Mannschaftssport ist es so: Wer die Tore nicht macht und zwei-Tore-Vorsprünge nicht nach Hause bringt, kriegt welche, bzw. kann sich nicht beklagen, wenn das Spiel verloren geht, auch wenn man es dominiert hat. Aber nach den Kommentaren, welche die Spieler abgegeben haben, gehe ich davon aus, dass sie es verstanden haben. Aber nun müssen sie es noch umsetzen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Danny Kinda (Kinda)
    Engagiertes Spiel der Schweizer! Ich kann mich noch an Zeiten erinnern da hätte die CH gar nicht erst antreten müssen... Zeigt welche Entwicklung man mittlerweile gemacht hat. Hopp Schwiz!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Christian Graf (Christian Graf)
      Ja und nein. Engagiertes Spiel ja, Entwicklung nein. Natürlich wenn sie vergleichen mit der Mannschaft von vor 20 Jahren. Aber die Schweiz war schon weiter und hat unter Fischer aber auch schon davor Rückschritte gemacht. Na ja 1 Punkt gegen Tschechien muss zuerst gemacht werden. Aber auf jeden Fall hat die Niederlage nicht's mit Pech zu tun. Wer zweimal einen zwei Tore Vorsprung nicht halten kann, und 0 Penaltys versenken kann, muss sich nicht wundern wenn es eine Niederlage absetzt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen