«Es ist wichtig, dass man mithalten kann, auch wenn das Spiel eng ist.» Diese Erkenntnis von Dean Kukan ist der Schweiz an der Heim-WM im 2. Spiel zum 2. Mal geglückt. Sowohl beim Auftaktsieg gegen die USA (3:1) wie auch beim anschliessenden 4:2 gegen die Letten hatte die Nati ihre Nase nur leicht vorn, steht aber trotzdem mit dem Punktemaximum da.
Trotz zahlreicher verpasster Chancen im 1. Drittel liess das Team von Trainer Jan Cadieux den Kopf nicht hängen, powerte weiter – und wurde nach einer halben Stunde mit dem 1. Tor belohnt. «Das gehört zum Charakter dieser Mannschaft», ist sich der Coach sicher. «Ich bin stolz, dass die Jungs so ruhig geblieben sind.»
Auch auf den prompten Ausgleich wusste die Schweiz zu reagieren. Neben dem Doppelpack von Damien Riat war Dean Kukans Hammer nur 59 Sekunden nach Beginn des 3. Drittels zum 3:1 wegweisend. «Wir konnten da einen Gang höher schalten», so der Lausanne-Stürmer. «Am Ende ist es ein verdienter Sieg, auch wenn es nicht so klar war.»
Mehr Tore, weniger Turnovers
Der 2. Auftritt in Zürich legte aber auch einige Baustellen offen. Wenig überraschend sprachen die Akteure vor allem die mangelnde Effizienz an: «Wir müssen hungriger sein vor dem gegnerischen Tor», sagte Cadieux, Kukan fehlte es «noch etwas am Zug aufs Tor».
Simon Knak hatte derweil noch weitere konkrete Vorschläge: «Wir können die Passqualität noch etwas verbessern und in der neutralen Zone aufhören mit den Turnovers. So geben wir ihnen immer Chancen, ein 1 gegen 2 oder ein 2 gegen 3 zu spielen. Wenn wir das noch abstellen können, sind wir eine richtig gute Mannschaft und gehören zu den Topfavoriten in diesem Turnier.»
Für die Nati steht am Sonntag der erste Ruhetag an. «Die einen werden auf das Eis gehen, die anderen neben dem Eis ein Workout machen», spricht Cadieux das Programm an. Für den Trainer ist wichtig: «Wir müssen im Kopf und in den Beinen frisch bleiben.»