Das Aufstiegsrennen in der Challenge League gipfelt am Montagabend im Direktduell zwischen dem FC Vaduz und dem FC Aarau. Sollten die Liechtensteiner am zweitletzten Spieltag gewinnen, wäre die Rückkehr ins Oberhaus nach fünf Jahren Zweitklassigkeit perfekt.
Eine gewisse Nervosität scheint im «Ländle» durchaus da zu sein. Am letzten Wochenende hatte das Team von Trainer Marc Schneider gegen Lausanne-Ouchy überraschend Punkte liegengelassen. Und auch der Auftritt am Freitag gegen Étoile Carouge (2:1) war weit weniger souverän als derjenige der Aarauer gegen den FC Stade Nyonnais (5:1).
Der FCA und die Barrage
Während es Vaduz mit zwei Punkten Vorsprung in den eigenen Händen hat, sieht die Sache beim FCA etwas anders aus. Nur mit einem Sieg beim Leader hält man sich die Chance für den direkten Aufstieg aus eigener Kraft offen und hätte die Vorteile am letzten Spieltag wieder auf seiner Seite.
Mit der Barrage haben die Aarauer seit dem Abstieg 2015 indes keine guten Erfahrungen gemacht. Zweimal spielte dabei ein 4:0 eine Rolle:
- 2024/25: Der FCA verliert das Barrage-Hinspiel gegen GC mit 0:4 und bleibt trotz einem 1:0-Sieg im Rückspiel zweitklassig.
- 2018/19: Aarau gewinnt das Barrage-Hinspiel auswärts bei Xamax mit 4:0, die Rückkehr ins Oberhaus ist zum Greifen nah. Doch im Rückspiel platzt der Traum. Die Neuenburger machen die Hypothek wett und setzen sich schliesslich im Penaltyschiessen durch.
Vaduz war schon einmal Spielverderber
Auch zwischen den beiden Barrage-Teilnahmen waren die Aarauer einmal ganz nahe dran am Aufstieg. Vor vier Jahren ging man als Leader mit drei Punkten Vorsprung auf Winterthur und Schaffhausen in den letzten Spieltag. Gegner? Der FC Vaduz, der damals nicht in den Aufstiegskampf involviert war – und dennoch zum Spielverderber für den FCA wurde. Nach einer 1:2-Heimniederlage gegen die Liechtensteiner zogen Winterthur und Schaffhausen in der Tabelle noch vorbei.
Beim Showdown am Montag geniesst Vaduz Heimvorteil – ein nicht zu unterschätzender Faktor. In den bisherigen drei Direktbegegnungen der Saison hat sich jeweils das Heimteam durchgesetzt, und Vaduz ist im Rheinpark-Stadion in dieser Saison in der Liga noch ungeschlagen (15 Siege, 2 Unentschieden).