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Spannung im Unterhaus Ein altgedienter Challenge-Ligist wird aufsteigen

Vier Runden vor Schluss zeichnet sich an der Spitze der Challenge League ein Aufstiegskampf zwischen einem Trio ab.

Schaffhauser Spieler im Duell mit Winterthurer Spieler
Legende: Stopp Winterthur den FC Schaffhausen – oder umgekehrt? Sinnbildlicher Zweikampf im Spitzenduell Ende April. Freshfocus/Marc Schumacher

Winterthur (57), Schaffhausen (56), Aarau (56): Die ersten drei Klubs der Challenge League sind vor den letzten vier Runden durch einen oder keinen Punkt getrennt. Ein derart spannendes Finish gab es in den bisher 18 Spielzeiten der Challenge League noch nie.

Erinnerungen an die Saison 2006/07

Am ausgeglichensten war das Rennen im Unterhaus vor 15 Jahren. Damals lagen Neuchâtel Xamax und Kriens vier Runden vor Schluss an der Spitze gleichauf, Bellinzona folgte mit drei Punkten Rückstand. Am Schluss stiegen die Neuenburger auf. Bellinzona überholte Kriens, scheiterte aber in der Barrage am seinerzeit noch «unabsteigbaren» FC Aarau.

Von 2012/13 bis und mit 2017/18 wurden keine Barragen durchgeführt. In dieser Zeit verliefen die Entscheidungen um den Aufstiegsplatz fast immer deutlich. Die Ausnahme zeichnete der Frühling 2015, als Lugano vier Runden vor Schluss nur einen Punkt vor Servette lag. Die Tessiner zogen bis zuletzt auf sieben Punkte davon. Auch mit einem Punkt Rückstand wären sie aufgestiegen, denn Servette wurde nach jener Saison zwangsrelegiert.

Video
Der FC Schaffhausen blickt neidisch zum FC Winterthur
Aus Sportpanorama vom 01.05.2022.
abspielen. Laufzeit 5 Minuten 14 Sekunden.

Ein Dreikampf bahnt sich an

Vaduz und Thun liegen in der Schlussphase der Meisterschaft sechs respektive sieben Punkte hinter Schaffhausen und Aarau. Ein solcher Rückstand wäre in vier Runden noch wettzumachen. Aber um direkt oder via Barrage in die Super League zurückzukehren, müssten sie zwei oder drei der vor ihnen liegenden Teams überholen – und dies erst noch mit einer zurzeit unvorteilhaften Tordifferenz.

Brügglifeld
Legende: Gastieren hier bald wieder die ganz grossen Klubs? Das Aarauer Brügglifeld – hier bei einem Testspiel während der Coronazeit. KEYSTONE/Ennio Leanza

So wird mit grösster Wahrscheinlichkeit ein Klub – mindestens einer – ins Oberhaus zurückkehren, der schon lange nicht mehr dort anzutreffen war. Aarau ist seit 2016 unterklassig, Schaffhausen seit 2008. Einen geradezu nostalgischen Wert hätte die Rückkehr des FC Winterthur, der seit 1986 ununterbrochen im Unterhaus weilt.

Aufstiegskandidaten mussten leiden

Alle drei Aufstiegsanwärter hatten während der Saison bereits ihre Durststrecken. Winterthur holte von Ende Oktober bis Anfang Dezember nur zwei Punkte aus fünf Spielen. Schaffhausen hatte zu Saisonbeginn eine schwierige Zeit. Der erste Sieg schaute erst in der 5. Runde heraus. Der FC Aarau schliesslich war auf dem besten Weg zum direkten Aufstieg, als er ab Anfang März in eine Baisse mit fünf Niederlagen in sechs Spielen geriet.

Und wer steht am Ende zuoberst? Das Formbarometer zeigt ein Hoch über dem Munot an. In den letzten fünf Runden gab Aarau sechs Punkte ab, Winterthur vier und Schaffhausen nur zwei. Andererseits hat Aarau als einzige der drei Mannschaften in den letzten zwei Runden gewonnen.

Video
Archiv: Remis im Spitzenkampf zwischen Winterthur und dem FCS
Aus Sport-Clip vom 29.04.2022.
abspielen. Laufzeit 3 Minuten 51 Sekunden.

Radio SRF 1, Morgengespräch, 29.04.2022, 06:17 Uhr;

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