Das Rückspiel der Achtelfinal-Playoffs war bereits in vollem Gange, als über 30 Journalisten in den Katakomben der achten Etage des Bernabéu noch immer auf «The Special One» warteten. Doch José Mourinho kam nicht, der gesperrte Trainer von Benfica Lissabon schaute sich das Duell in der Champions League bei seinem Ex-Klub Real Madrid (1:2) lieber im Bus statt einer einsamen Kabine an.
Von einer «surrealen Rückkehr» schrieb die Marca: «Mehrere Minuten lang hatte man den Eindruck, dass der Trainer mehr im Mittelpunkt stand als der Fussball. Oder zumindest mehr als das Spiel Real gegen Benfica, in dem es um den Einzug in den Achtelfinal ging.»
Skurriles Filmverbot der Uefa
Auch nach den Toren von Benficas Rafa Silva (14.) und Aurélien Tchouameni (16.) verharrten laut übereinstimmenden Medienberichten zahlreiche Reporter mit gezückten Handykameras vor der kleinen Radioreporter-Kabine 6, die eigentlich für den Portugiesen bestimmt war und in der schon Barcelona-Trainer Hansi Flick im Clasico im Oktober 2025 Platz genommen hatte.
«Der Surrealismus erreichte seinen Höhepunkt, als die Uefa einschritt und verbot, den Portugiesen zu filmen», schrieb die Marca.
Statt Mourinho, der im Hinspiel (0:1) die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, stand Co-Trainer John Tralhao an der Seitenlinie. Trotz eines mutigen Auftritts verlor Benfica am Ende durch das Tor von Vinicius Junior (80.) noch das Spiel, auch ein Unentschieden hätte aufgrund des Hinspielergebnisses nicht für den Achtelfinal-Einzug gereicht.