Vor dem letzten Spieltag kennen lediglich sechs Teams bereits ihr Schicksal nach der Champions-League-Ligaphase. Das bisher makellose Arsenal und Bayern München haben das direkte Achtelfinal-Ticket in der Tasche. Eintracht Frankfurt, Slavia Prag, Villarreal und Qairat Almaty sind ausgeschieden.
An Spannung mangelt es entsprechend nicht. Real Madrid ist mit 15 Punkten Dritter, Juventus Turin mit drei Zählern weniger auf Platz 15. Zwischen den Rängen 6 bis 18 liegen ebenfalls nur drei Punkte. Die Top 8 ziehen direkt in die Achtelfinals ein, die Teams auf den Rängen 9 bis 24 müssen in die Playoffs (Sechzehntelfinals).
Napoli gegen Chelsea unter Siegzwang
Ausserhalb dieser Top 24 liegt zum Beispiel der italienische Meister Napoli (25. Platz/8 Punkte), der zuhause gegen Chelsea (8./13) unter Druck steht. Für Coach Antonio Conte ist gegen seinen Ex-Klub ein Sieg Pflicht. Ein Out wäre ein weiterer Rückschlag – die Titelverteidigung in der Serie A rückt in immer weitere Ferne.
Im Mittelpunkt des internationalen Interesses steht am letzten Gruppenspieltag auch die Partie des Titelverteidigers Paris St-Germain (6./13) gegen Newcastle United (7./13). Dem Verlierer droht die Playoffrunde.
City: Schlechte Erfahrungen mit Playoffs
Gleiches gilt für Barcelona (9./13) und Manchester City (11./13), zwei Grössen des europäischen Fussballs. Die beiden Teams sind unter dem ersten Strich klassiert.
Barcelona würde ein hoher Sieg im Heimspiel gegen Kopenhagen helfen. Angesichts des dicht gedrängten Kalenders würde auch City nur allzu gerne auf zwei weitere Spiele in den Playoffs verzichten. «Natürlich hätte ich gerne mehr Punkte auf dem Konto, aber wir stehen da, wo wir mit den bisherigen Resultaten hingehören», sagt Trainer Pep Guardiola. Zuhause gegen Galatasaray wolle man sich aufs eigene Spiel fokussieren und allenfalls in den letzten 10 Minuten auf die Spielstände in den anderen Stadien schielen.
PSG und City verpassten letzte Saison die direkte Achtelfinal-Quali. Danach ging es in komplett unterschiedliche Richtungen: Während die Franzosen am Ende den Titel holten, bedeutete die erste K.o.-Runde für die Engländer gegen Real Madrid Endstation.
Schweizer Goalie-Duell
Aus Schweizer Sicht besonders interessant ist die Partie zwischen Dortmund (16./11) und Inter Mailand (14./12). Gregor Kobel trifft dabei auf Yann Sommer und Manuel Akanji. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird sich höchstens eine der beiden Mannschaften direkt für die Achtelfinals qualifizieren. Im Hinblick auf den «Plan B» geht es aber auch um eine gute Klassierung, um in den Playoffs einem Schwergewicht möglichst aus dem Weg zu gehen.
Kobel hofft gegen den Vorjahresfinalisten auf den Heimvorteil: «Wir haben schon mega Spiele erlebt hier zu Hause. Wenn sich da so ein bisschen was zusammenbraut, dann ist es schon etwas ganz Spezielles.»