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Quo vadis BVB? Offensive Harmlosigkeit, defensive Ratlosigkeit

Nach der Niederlage in London stehen für den BVB wegweisende Wochen an.

Angeschlagen war er, Lucien Favre. Nach der 0:3-Klatsche gegen Tottenham, dem 4. BVB-Spiel in Folge ohne Sieg, war es nicht nur die Niederlage, die dem Schweizer aufs Gemüt schlug. Favre, der die Bundesliga-Partie gegen Hoffenheim am vergangenen Wochenende wegen Grippe im Hotelzimmer mitverfolgt hatte, war auch in London noch nicht ganz fit.

Und auch sein Team krankt derzeit.

  • In der Meisterschaft büsst Dortmund im neuen Jahr mit 2 Unentschieden an Vorsprung auf Verfolger Bayern München ein – noch 5 Punkte beträgt dieser.
  • Im Pokal scheidet der BVB im Achtelfinal zuhause gegen Werder Bremen aus.
  • In der Champions League gegen Tottenham wird die Qualifikation für den Viertelfinal mit der 0:3-Hypothek aus dem Hinspiel im Gepäck alles andere als einfach.

Das veranlasste Goalie Roman Bürki nach dem Spiel zu einer schonungslosen Analyse.

Wir verteidigen jetzt schon mehrere Wochen hintereinander einfach zu wenig gut.
Es kann nicht sein, dass wir so viele Standard-Gegentore kriegen. Wir sind einfach nicht aufmerksam genug.
Wir müssen rigoros verteidigen, das fängt schon im Training an.
Wir lagen mehr am Boden als sie. Das ist immer ein schlechtes Zeichen.

Doch nicht nur in der Defensive hapert es. Auch in der Offensive lahmt das Spiel des BVB. Mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Superstar Marco Reus vor einer Woche ist der Borussia der Taktgeber im Angriff abhanden gekommen. Dies führte dazu, dass gegen Tottenham vor allem nach der Pause nach vorne so gut wie gar nichts lief.

Sportlich und geschäftlich im Sinkflug

Das muss sich so bald wie möglich ändern. Denn für den BVB stehen wegweisende Wochen an: Bevor Anfang März das Rückspiel in der Champions League gegen Tottenham auf dem Plan steht, geht es in der Bundesliga gegen Nürnberg, Leverkusen und Augsburg.

Noch ist für Dortmund zwar nichts verloren, der BVB sollte aber bald einmal gesunden. Denn sonst dürfte sich die Gemütslage von Trainer Favre nicht bessern, selbst wenn die Grippe ausgestanden ist.

BVB-Aktien im Sinkflug

Das schwache sportliche Abschneiden macht sich in Dortmund auch an der Börse bemerkbar: Nach dem 0:3 bei den «Spurs» büsste die Aktie des börsenkotierten Bundesliga-Leaders knapp 7 Prozent ein. Schon in der letzten Woche war der Kurs um bis zu 6 Prozent gefallen.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 13.02.19, 18:30 Uhr

4 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Schweizer  (Heiri)
    Ich habe auch das Interview mit Roman Bürki auf Sky gesehen. Wo er recht hat, hat er recht. Die Grünschnabelverteidigung hat alle 3 Gegentore auf der Kappe, Hakimi (der verliert nach jedem Ballverlust die Orientierung) wird genauso überschätzt wir Diallo (der weiss nicht, wie ein Kopfballduell geführt werden soll). Na ja, und vorne? Pulisic ein Totalausfall und der hochgelobte Junior auf der rechten Seite war mindestens in London überfordert. Schade für den BVB.
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  • Kommentar von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
    Gelbe und rote Karten gibt es wenn ein Spieler dem Schiedsrichter sagt er soll sich eine Brille kaufen aber doch nicht wenn er einen Gegenspieler verletzt.
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  • Kommentar von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
    Es stellt sich unter anderem die Frage warum die Top Clubs so viele Verletzte haben. Beim Borussia Dortmund gleich 5 Top Spieler, beim Paris St.Germain die 2 Top Angreifer. Ist es vielleicht weil Fussball zum Kampfsport geworden ist? Die Regel hiess doch Graetschen mit einem Bein = gelbe Karte, Graetschen mit beiden Beinen = rote Karte. Bin ich falsch informiert? Ich glaube ja. Heute werden Gegner einfach umgesaegt, meistens ohne Konsequenzen. Bei den alten Roemern wollte man Blut sehen...!!!
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