- Real Madrid gewinnt in der Champions League das Playoff-Hinspiel bei Benfica Lissabon mit 1:0.
- Vinicius Junior trifft nach der Pause mit einem Schlenzer herrlich – anschliessend kommt es zu einem möglichen Rassismus-Vorfall.
- Hier geht's zum Round-up der weiteren Playoff-Hinspiele am Dienstag.
Traurig, aber wahr: Am Ursprung eines möglicherweise weiteren Rassismus-Vorfalls rund um Vinicius Junior stand ein herrlicher Treffer. In der 50. Minute bediente Kylian Mbappé auf dem linken Flügel seinen brasilianischen Sturmpartner. Vinicius bat Benfica-Verteidiger Amar Dedic an der Strafraumgrenze zum Tanz, zog in die Mitte und schlenzte das Runde gleichermassen präzis wie wuchtig an Anatoliy Trubin vorbei in die Maschen.
Vinicius beschuldigt Prestianni
Das herrliche 1:0 für Real Madrid verkam im Lissaboner Estadio da Luz aber sehr schnell zur Nebensache. Unmittelbar nach seinem Sonntagsschuss begab sich Vinicus an die Eckfahne, um seinen Treffer mit einem offensichtlich provokanten Tänzchen vor den Benfica-Fans zu bejubeln. Der französische Schiedsrichter François Letexier registrierte das Ganze und zeigte Vinicius – zu dessen Unmut – die gelbe Karte wegen unsportlichen Verhaltens.
Doch damit war die Sache nicht erledigt. Längst waren Spieler beider Lager aneinandergeraten. Und in einem vieler Gefechte richtete Benficas Gianluca Prestianni mutmasslich rassistische Worte an den Real-Torschützen. Vinicius eilte sofort zu Letexier, um den Vorfall zu schildern. Und der Unparteiische unterbrach die Partie – auch, weil sich Vinicius weigerte, weiterzuspielen.
Mourinho sieht Rot
Nach einer rund 10-minütigen Pause wurde das Spiel doch wieder aufgenommen – mit Vinicius und Prestianni. Sportlich geschah auf dem Rasen nicht mehr allzu viel. Die Gemüter beruhigten sich indes nur bedingt. So sah Benfica-Coach José Mourinho in der 85. Minute noch die rote Karte, nachdem er zu vehement einen Platzverweis gegen Vinicius gefordert hatte. Damit wird der portugiesische Kult-Trainer beim Rückspiel am kommenden Mittwoch in Madrid nicht auf der Bank Platz nehmen können.
Aus sportlicher Sicht präsentiert sich die Ausgangslage für Real vor dem Wiedersehen in acht Tagen dank dem 1:0-Auswärtssieg vorzüglich. Allerdings gibt nach diesem Spiel vor allem der mögliche Rassismus-Eklat zu reden. Dieser dürfte nicht ohne Konsequenzen bleiben.