Durch das 1:0 im Final der Conference League gegen Rayo Vallecano bekam Oliver Glasner tatsächlich sein «perfektes Ende», in seinem letzten Spiel als Teammanager von Palace holte der Österreicher seinen dritten Titel in vier Jahren – und den ersten internationalen für den Klub aus Süd-London.
Nach seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt hatte Glasner den Klub 2024 übernommen und ein Jahr später sowohl den FA Cup als auch den Supercup in England gewonnen. Innerhalb von zwölf Monaten machte sich der 51-Jährige bei den «Eagles» nun endgültig unsterblich. Wo es den Erfolgstrainer als nächstes hinzieht, ist offen.
Lockerheit dank Fussball-Tennis
In der Vorbereitung auf diesen Coup setzte Glasner bewusst auf Lockerheit und traf damit voll ins Schwarze. Der Palace-Trainer, der 2022 in Sevilla mit Eintracht Frankfurt schon die Europa League gewonnen hatte, hatte seine Profis tagsüber zum lockeren Fussball-Tennis gebeten. Sein Kalkül: Die Spieler sollten möglichst entspannt und mit freiem Kopf in das grösste Spiel der Klubgeschichte gehen.
Der Gewinn dieses Titels sei ihm sehr wichtig gewesen, meinte Glasner, «dieser Gruppe, dieser Verein, diese Fans verdienen das». Ausserdem dürfe sein Team nächste Saison nun doch noch in der Europa League antreten.
Wir haben die Conference League angenommen.
Man habe die Degradierung in die Conference League zu Beginn dieser Saison angenommen. «Wir haben uns gesagt: OK, lass uns das Ding gewinnen, dann holen wir die Europa League mit einem Jahr Verspätung nach», so Glasner.
Aber erst einmal wird der perfekte Abschied gefeiert. Oder um es in den Worten von Glasner auszudrücken: «Jetzt lassen wir es krachen.»